16 Mai 2008 Breitenstein revisited

Sonntag ist es soweit: die Band fällt nach über einem Jahr wieder ins idyllische Breitenstein bei Benno ein, um drei neue und einen alten Song aufzunehmen. Wenn der so flott arbeitet wie beim letzten Mal, gibt's irgendwann Ende Mai frische MP3s.

Und wenn der alte Grundsatz, dass eine schlechte Generalprobe eine gute Premiere garantiert, umkehrbar ist, geht das Ganze kolossal in die Hose.

13 Mai 2008 Eutiner Bluesfest im (Web-)Radio

Wir werden hier auf'm Dorf auch immer innovativer: Am übermorgigen Donnerstag startet das 19. Eutiner Bluesfest, welches erstmals ins Netz übertragen werden wird.

rockradio.de streamt anscheinend an allen vier Veranstaltungstagen live vom hiesigen Marktplatz, offenbar sogar via WebCam. Vergleiche ich allerdings die Sendezeiten mit den üblichen Veranstaltungszeiten des Bluesfestes, so scheint nur ein Teil der Konzerte übertragen zu werden.

Das hiesige Bluesfest gilt mittlerweile als eines der renommiertesten Bluesfeste Europas, die Besetzung ist dementsprechend hochkarätig und international. Immer ein wenig Geschmacksache, aber so ist das halt bei Blues.

06 Mai 2008 Da möchte man sich direkt melden

Gerade im ultimo gelesen:

Gitarrist/in gesucht […] wollen Cover u. eigene Songs spielen, von Punk bis alte Klassiker. Hauptsache Spaß. Keine Cowboystiefel. […]

(Aber ich bin ja maximal Behelfsgitarrist und habe zudem eine Band.)

14 Apr 2008 myspace-Tipp: Kain

Richtig guten Gitarrenrock mit dreckig dahingerotzten deutschen Texten machen Kain aus Berlin. Auf ihrer myspace-Seite kann man fünf Songs in wunderschön schlichten Unplugged-Versionen lauschen, aufgenommen als H-Blockx-Support in Mannheim.

(Was mich sogar dazu bewegt hat, mir noch einen weiteren Account ans Bein zu binden, um die Songschönheiten auch mit mir herumtragen zu können.)

05 Mär 2008 The Ghosts Of Trent Reznor

Ghosts I

Sollte es jemand noch nicht mitbekommen haben: Das neue Album der Nine Inch Nails gibt es zumindest teilweise für lau. Ghosts besteht aus vier, nun, sagen wir mal: Volumes von jeweils neun rein instrumentalen Stücken, die bemerkenswerterweise nicht nur von der Band höchstselbst via BitTorrent bereitgestellt wurden (was wohl letztlich auf einen hoffnungslos überlasteten Download-Server zurückzuführen ist), sondern auch noch frei verwendet werden dürfen:

We encourage you to share the music of Ghosts I with your friends, post it on your website, play it on your podcast, use it for video projects, etc. It’s licensed for all non-commercial use under Creative Commons.

(aus dem Begleittext des torrents)

(Die CC-Lizenz bezieht sich allein auf die neun Stücke von Ghosts I.)

So. Und nun atmen wir mal tief durch. Ist das wirklich ein Vertriebsmodell für die Zukunft? Künstler veröffentlichen – auf welche Art und Weise auch immer genau – ihre Musik unabhängig von Labels selbst über das Netz? Fakt ist anscheinend, dass CD-Verkäufe mal wieder erlahmen, angeblich steigen jedoch die Verkäufe von Konzerttickets ins Unermeßliche, was ich angesichts der teilweise perversen Preis kaum glauben kann. Und selbst wenn: Hat es nicht immer geheißen, Touren sei teuer und da bliebe kaum etwas übrig?

Dieses Modell mag bei Künstlern von einem gewissen Ruf funktionieren. Es mag im Moment funktionieren, da es neu ist und seitens der Netzgemeinde beklatscht wird. Ich behaupte, für kleine, noch unbekannte Bands würde es – Arctic Monkeys hin oder her – ohne den mediengestützten Werbe- und Vertriebsapparat eines Labels nicht funktionieren. Ich behaupte zudem, auf Dauer wird sich auch dieses Konzept »Basispack für lau, Deluxe Edition zum Kauf«, welches im Falle der NIN durchaus funktionieren mag, totlaufen.

Ich bin übrigens kein Fan der NIN, aber Ghosts I, speziell der erste und letzte Track, gefallen mir – und nicht nur, weil es für lau zu haben war.