26 Mär 2009 Rockin' In The Free World (Shuffle-Stöckchen)

Aufgehoben drüben bei Elsbe, Rahmenbedingungen gibt's da (ich bin grad etwas tippfaul) und aufheben nach Lust und Laune, bitte. Und nun los:

  1. If someone asks “are you okay” you say …?
    Luxus (Ideal) – Im Moment nicht ganz verkehrt …
  2. How would you describe yourself?
    Frogger (Bad Religion) – Naja, ich bin nicht grün und renne auch nicht über die Autobahn.
  3. What do you dream about?
    Nach New York geflogen (Stoppok) – Jein.
  4. How do you feel today?
    God Called In Sick Today (AFI) – Ach, geht so.
  5. What do you look for in a guy/girl?
    Hope For The Hopeless (A Fine Frenzy) – LOL. Ist was dran.
  6. What is your life's purpose?
    New Skin (Incubus) – Auch das stimmt mit etwas Wohlwollen.
  7. What's your motto?
    Breathe (The White Birch) – Es kann zumindest nicht schaden.
  8. What do your friends think of you?
    Alive (Pearl Jam) – Doch, ich gebe regelmäßig Lebenszeichen!
  9. What do your parents think of you?
    Wet My Bed (Stone Temple Pilots) – Ahem. Wo kommt das denn her?!?
  10. What do you think about very often?
    Shadows In The Rain (Police) – Immerhin, es passt zum Wetter. Stimmt aber nicht.
  11. What do you think about your first kiss?
    Selling The Drama (Live) – Es ist zwar schon ein paar Donnerstage her, ist aber nicht ganz falsch.
  12. What do you think about your best friend?
    Glad (Poems For Laila) – Das stimmt gleich auf mehreren Ebenen.
  13. What is your life story?
    You'll Never Walk Alone (The Boss Hoss) – Das will ich doch zumindest hoffen.
  14. What do you want to be when you grow up?
    Rockin' In The Free World (Neil Young & Crazy Horse) – Bingo. Der Song wird mich auch nie verlassen.

Da bin ich ja (mit einer Ausnahme) nochmal billig davongekommen … und nun Ihr!

23 Mär 2009 Zurück in die Zukunft mit Selig

Im Hinterkopf hatte ich die neue von Selig, Und endlich unendlich, schon, als Philipp sie mir heute nachmittag ans Herz twitterte. Was für eine gelungene Empfehlung!

Selig waren 12 Jahre weg, ihr letztes Studioalbum Blender hielt bereits, was der Titel versprach. Das, was sie davor gemacht haben – zwei der besseren deutschsprachigen Alben der neunziger Jahre –, ist die musikalische Basis für das neue Album. Es klingt immer noch ein wenig nach Hippie-Mucke, hat immer noch eine dominante Leadgitarre irgendwo zwischen Jimi Hendrix und John Frusciante und es wird auch immer noch geschweineorgelt.

Dazu aber schwingt irgendwo leise der Hauch von abgestoßenen Hörnern mit. Selig müssen sich nicht „neu erfinden“, um nicht altbacken zu klingen – das Scheitern des dritten Albums mag ein Grund dafür sein, dass man sich auf dem neuen Album an den alten Hinweis, nicht mit der Formel zu spielen, gehalten hat. Herausgekommen ist ein schönes, rundes, typisches Selig-Album, welches im Übrigen grandiose Autofahrmusik ist.

Natürlich weht da immer ein Hauch von „Brauchen die Geld?“ mit. Vermutlich stimmt das sogar. Mögen sie es bekommen – wer saubere Arbeit abliefert, hat es verdient. Und dieses Album ist blitzblank.

29 Jan 2009 Ein ziemliches Kaliber

Der lokale Radiosender delta Radio betreibt eine Plattform für Nachwuchsbands namens Indiecator, aus dem es einmal wöchentlich einen Act zur »Indiecator-Band der Woche« erklärt und mit Airplay im Radio belohnt. Üblicherweise haut mich dieser Act nicht sonderlich vom Hocker.

In dieser Woche jedoch wird diese Ehre Kaliber aus Berlin zuteil, und da kann man schon mal Werbung machen – das wummst amtlich, stilistisch grobe Peilung Linkin ParkPapa Roach mit deutschen Texten, würde ich sagen.

Hörbeispiele (MP3) gibt es sowohl im Indiecator als auch auf der Bandwebseite.

21 Jan 2009 Plug and play

Falls noch andere Elektrodeppen und Physikschwächlinge wie ich da draußen darüber nachdenken, welche Zusatzbox sie ihrem Bassverstärker zur Seite stellen könnten: Die Fragen nach Ohm, RMS, Zoll und dem anderen Quatsch beantwortet höchst praxisnah und leicht verständlich Setup Tips for Amps and Speakers von SWR-Gründer Steve Rabe höchstselbst.

(Nochmals danke an Niels!)

19 Nov 2008 Der Tod des Albums

Wahrscheinlich kein revolutionärer Gedanke, aber mir fiel gestern auf, dass das Album als musikalische Einheit und Gesamtkunstwerk eigentlich mausetot ist.

In Zeiten von Filesharing und iTunes, von mobilen Mediaplayern und stationären mp3-Jukeboxen ist es uns quasi möglich, immer und überall genau den Song zu hören, nach dem uns gerade ist. Was grundsätzlich gut so ist. Aber: Im Zeitalter von Ripping und Skipping, wer hört da noch ein komplettes Album vom ersten bis zum letzten Ton? Es ist viel mehr 2008, auf »intelligente« Playlisten und Random Play zu setzen. Meiner neuer Mediaplayer hat dafür gar eine eigene Unterfunktion, welche sich tatsächlich »DJ« nennt.

Und selbst diesem DJ kann ich in seinen Alukoffer voller Tonträger reinquatschen, indem ich meine tragbare Abspielstation nur mit dem betanke, was ich wirklich mag. Ich muss nicht mehr zum DJ-Pult marschieren und Wünsche erbetteln. Wenn ich den langweiligen Filler, der als zehnter Track ein Album abschließt, überflüssig finde, muss ich nicht mehr den Tonarm eines Plattenspielers anheben – ich drücke einfach »skip«. Die KDE-Jukebox amaroK würde das als Hinweis deuten, dass mir der Song nicht gefällt und ihn zukünftig seltener in Playlisten packen.

Grundsätzlich ist auch das erstmal gut – wir hören nur noch die Musik, die uns wirklich berührt. Was aber ist mit diesen zunächst unauffälligen Stücken, die man zehnmal hören muss, ehe sie sich schließlich doch unauslöschbar, unskipbar ins Hirn fressen? Was wird aus den Gesamtkunstwerken, die sich über die volle Dauer eines Albums spannen?