02 Apr 2006 Kein verspäteter Aprilscherz

Hat jemand mein Sparschwein gesehen? Am 28.4. und am 5.5. muss es arbeiten. Pearl Jam und Tool releasen synchron, nach einer Woche Pause legen die Chili Peppers nach. Als Doppelalbum.

Praktisch, wenn man in der Woche zufällig Geburtstag hat.

23 Mar 2006 Bye bye, Abendland

Fassen wir mal zusammen: Wir haben eine Justizministerin, die zwar einst die "Schulhöfe nicht kriminalisieren" wollte, uns nun aber den zweiten Korb gegeben hat, weil es bekanntlich der Musikindustrie schlecht geht (von der Filmindustrie und der Softwareindustrie ganz zu schweigen).

Mal ganz davon abgesehen, dass ich mich frage, wie Frau Zypries sich eine konsequente Umsetzung des von ihr angestrebten Strafmaßes in der Praxis vorstellt, fällt mir dazu immer wieder das schöne Kapitel "Nieder mit der Gängelei" aus der Torvalds-Biografie "Just for fun" ein:

"Der Versuch, Menschen mit technischen Mitteln zu gängeln, ist gleich in zweifacher Hinsicht unproduktiv. Es schadet nicht nur dem Unternehmen selbst, sondern wirkt letztlich auch der Akzeptanz der Technologie entgegen."

(Interessant nebenbei, dass dies von jemandem stammt, der ein Produkt, mit dem er vermutlich einiges verdienen könnte, quasi herschenkt. Und dem es dennoch finanziell nicht allzu schlecht zu gehen scheint.)

Vielleicht würde es also helfen, wenn die MI ihre Verluste durch P2P als "Werbungskosten" steuerlich absetzen könnte?

Nachtrag: Ausführlicher, als man all das wirklich wissen will, steht es nochmal bei netzpolitik.org (gefunden in einem sehr schönen, fast schon emotionalen Gastbeitrag von René - Totalboykott ist aber irgendwie ähnlich falsch wie Totalverweigerung, oder? - bei Spreeblick).

24 Feb 2006 DJ Buggy

Als gäbe es nicht schon genug gute Gründe, Techno und vergleichbaren strukturierten Lärm doof zu finden: hier steht noch einer.

22 Feb 2006 Rust never sleeps

Um den Rost nach 2 Tagen Blogabstinenz abzuschütteln, darf man sich mal woanders bedienen, finde ich.

  1. Ein Lied aus deiner frühesten Kindheit:

    Da könnte man jetzt diversen Schlagerquatsch oder Vadder Abraham nennen. Viel interessanter ist die Geschichte mit Spanish Caravan von den Doors, welches ich (vermeintlich) erstmalig im Kielwasser des Doors-Films hörte und wusste: Das kennst du. Woher auch immer. Irgendein Teil meiner kindlichen Erinnerung kannte den Song, obwohl ich das Mama und Papa gar nicht zutraute.

  2. Ein Lied, das du mit deiner ersten großen Liebe assoziierst:

    The Police, Roxanne. Nein, da wußte ich noch nicht, worum es in dem Song eigentlich geht.

  3. Ein Lied, das dich an einen Urlaub erinnert:

    U2, Lemon. London '93.

  4. Ein Lied, von dem du in der Öffentlichkeit nicht so gerne zugeben möchtest, dass du es eigentlich ganz gerne magst:

    Dafür habe ich ja meistens gute Gründe. Einfaches Beispiel: Incomplete von den Backstreet Boys. Ja, es ist massenradiokompatible Teenie-Pop-Boyband-Scheiße. Aber nun stelle man sich den Song mal bitte vor dem inneren Ohr ordentlich produziert von einer akzeptablen Rockband (meinetwegen Nickelback, da könnte ich es mir vorstellen) vor - ich bin mir ziemlich sicher, das wäre eine weltweite Nr. 1 gewesen. Weil es abzüglich der Boyband-Scheiße verdammt gut gemachte Popmusik ist.

  5. Ein Lied, das dich – geplagt von Liebeskummer – begleitet hat:

    Eins? Man könnte eine ganze CD davon pressen! Under The Bridge von den Chili Peppers wäre auf jeden Fall dabei.

  6. Ein Lied, das du in deinem Leben vermutlich am häufigsten gehört hast:

    Da Anke bereits die unausweichlich richtige Antwort hat, nehme ich mal etwas, was ich freiwillig bis zum Abwinken gehört habe: Jenseits von Eden, Ton Steine Scherben.

  7. Ein Lied, das dein liebstes Instrumental ist:

    Thomas Newman, Six Feet Under Main Theme.

  8. Ein Lied, das eine deiner liebsten Bands repräsentiert:

    Pearl Jam, Yellow Ledbetter. (Natürlich.)

  9. Ein Lied, in dem du dich selbst wiederfindest oder in dem du dich auf eine gewisse Art und Weise verstanden fühlst:

    Incubus, Nowhere Fast.

  10. Ein Lied, das dich an eine spezielle Begebenheit erinnert (& welche das ist):

    Nickelback, How You Remind Me. An den schönsten Korb, den ich je bekommen habe.

  11. Ein Lied, bei dem du am besten entspannen kannst:

    Am besten entspannen kann ich eigentlich beim Musik machen, ergo wäre es eines von Madison Heights. Vermutlich Footsteps.

  12. Ein Lied, das für eine richtig gute Zeit in deinem Leben steht:

    Extrabreit, Hart wie Marmelade. Sommer, Sonne, Park. Luftleerer Raum zwischen zwei Schuljahren.

  13. Ein Lied, das momentan dein Lieblingssong ist:

    Farin Urlaub, Zehn.

  14. Ein Lied, das du deinem besten Freund widmen würdest:

    Incubus, Wish You Were Here. (Für die Unwissenden: Es ist kein Pink-Floyd-Cover.)

  15. Ein Lied, bei dem du das Gefühl hast, dass es außer dir niemand gerne hört:

    Da wüsste ich, offen gestanden, keins.

  16. Ein Lied, das du vor allem aufgrund seiner Lyrics magst:

    Bob Dylan, Masters Of War. (Kann man Dylan für irgendetwas anderes als die Lyrics mögen?)

  17. Ein Lied, das weder deutsch- noch englischsprachig ist und dir sehr gefällt:

    Poems For Laila, Zigular. Ich weiß nicht mal, was das genau ist. Ungarisch?

  18. Ein Lied, bei dem du dich bestens abreagieren kannst:

    Fear Factory, Replica. Alternativ irgendwas von Rage Against The Machine. (Iiieks, wie vorhersehbar.)

  19. Ein Lied, das auf deiner Beerdigung gespielt werden sollte:

    Mary Chapin Carpenter, Dead Man Walking (A Dream Like This).

  20. Ein Lied, das du zu den besten aller Zeiten rechnen würdest:

    Was soll das werden, ein Balanceakt zwischen Kitsch und Offensichtlichem? (Irgendwie kommt da auch der Hornby in mir durch: Nur eins? Keine Top 5? Nach welchen Kriterien überhaupt? Zuhause oder im Club?)

    Na gut: Pearl Jam, Alive. Irgendwie fehlte es ja noch.

(Ich sehe gerade, es ist eigentlich ein Stöckchen. Wer mag: Fühlt euch beworfen.)

09 Feb 2006 Überraschungen beim Grammy

Nominierungen mögen eine Ehre sein, über tatsächliche Auszeichnungen sagen sie nicht unbedingt etwas aus. So auch bei den diesjährigen Grammy Awards.

Die schwer nominierten Mariah Carey (8fach) und Kanje West (genaue Zahl find ich grad nicht, aber oft) mussten sich ausgerechnet den alten Männern von U2 beugen: Album des Jahres, Song des Jahres (Komposition), Bestes Rock-Album, Bester Rock-Song (Komposition) und noch ein Grammophon, welches bei Max Online nicht gelistet wird, gingen nach Dublin.

(Müsste man John Legend kennen?)