19 May 2006 Fussballphilosophisches im Spiegel

Meine bervorzugte Wartezimmer-Lektüre ist nach wie vor der Spiegel, mit Gala und den abgelegten Girlie-Blättchen der Sprechstundenhilfen kann ich irgendwie nix anfangen.

Ausgabe 18/06 glänzt(e) mit zwei hochinteressanten Fussball-Artikeln, nämlich "Wie in der Tempo-30-Zone", über modernen Hochgeschwindigkeits-Fussball Marke Arsenal (auch bekannt als "One-Touch-Football") und wieso dieser in Deutschland nicht umgesetzt werden kann, sowie einem schwer philosophischen Gespräch (Titel: "Eine Mafia an der Macht") mit Sócrates, dem ehemaligen Kapitän des brasilianischen Nationalteams, über Fußball und Gesellschaft sowie deren politische Verstrickungen in Brasilien.

(Beide Artikel gibt es - kostenpflichtig, 0,50 Euro pro Artikel - im Spiegel Digital-Archiv.)

16 May 2006 Für alle, die nur während einer WM Fussball-Fans sind

Zur allgemeinen Prä-WM-Entwirrung: Luckenwalde liegt in Brandenburg, Mannheim hingegen in Baden-Württemberg. Warum man in Mannheim gegen Luckenwalde den letzten Test vor dem Trainingslager in Sardinien machen muss, weiß kein Mensch. Bestenfalls vielleicht der Bundestrainer, der ja ohnehin - keine Wertung! - ein Vielfliegermeilenkönig ist.

David Odonkor jedenfalls stammt laut seiner eigenen Homepage (und die muss es ja wissen) weder aus Mannheim noch aus Luckenwalde, sondern aus Bünde, was widerum in Westfalen liegt, ist aber gleichzeitig deutscher und nigerianischer Staatsbürger - und vermutlich (aber nicht deswegen) die derzeit größte Überraschung auf 2 Fussballerbeinen.

Der junge Mann hat 15mal für die deutsche U21-, aber (noch) kein einziges Mal für die "richtige" Nationalmannschaft gespielt, was ihn angeblich zu einem heißen Kandidaten dafür macht, an dieser besagten WM teilzunehmen, ohne ein einziges Spiel zu absolvieren - wir werden sehen.

Eine Liste der Spieler, denen dieses große Kunststück bislang gelungen ist, habe ich auf die Schnelle zwar nicht ergooglen können, aber: Ha!, viel besser: Drei einstmals große Talente, an die sich heute kein Bundestrainer mehr erinnert.

10 May 2006 Fussball-Nostalgie

Angesichts der WM wird manch einer nostalgisch: Es werden wieder Panini-Bildchen gesammelt, Fan-Artikel zerfleischt (Bilde ich mir das eigentlich ein oder gab es noch nie so viel Schrott anlässlich einer Fussball-WM?), Nationalhymnen versaubeutelt usw.

Ich hingegen habe mal meinen fussballerischen Wurzeln einen Besuch abgestattet: Dem ollen Bolzplatz um die Ecke.

Es stehen merklich mehr Häuser drumherum als frühertm, die Neubausiedlung hinter dem Platz auf dem ersten Bild gab es damalstm noch gar nicht, ebensowenig die Bäume. Und auch nicht die sehr albernen Basketballkörbe, die man auf den Bildern nicht sieht.

Mal ehrlich: Basketball auf Rasen (bzw. Sand, da der Rasen ja niemals wuchs, weil wir uns nicht länger als 24 Stunden von diesem Platz fern halten konnten)? Kein Wunder, dass der deutsche Basketball Nachwuchssorgen hat ...

12 Apr 2006 Mehr zum Rasen

Ergänzend zu Nicoles bekloppten WM-Fanartikeln ein paar Fundsachen, auf die ich stieß, als ich die interessanten Zeitschriften bei meinem Zahndoc durch hatte:

  • ein passendes Sitzmöbel, wenn man im Garten auf dem Mini-TV guckt (Hui, Sperrgutzuschlag!)
  • ein höchst flexibler Beistelltisch (derzeit vergriffen, man glaubt es kaum)
  • die "Artikel", welche Pott-Spot vertreibt, kann man leider nicht wirklich verlinken (Javascript-Webshop, depperter; Nachtrag: oder guckt beim trackbackenden trikot-kaufen.de). Klickt Euch also bitte selber zu Klodeckelaufkleber mit zauberhaften Fußball-Aufschriften durch (ich möchte, glaube ich, nicht wirklich wissen, wieso man sowas in "Sondergrößen" brauchen könnte ...)

09 Apr 2006 Kommentatoren-ABM

Arena, der neue dicke Fisch im Fussball-Pay-TV, hat offenbar vor, bei den Personalkosten zu klotzen. Wie ich gestern in meiner Fernsehzeitung las, will Arena künftig Livespiele mit vier "Tonspuren" übertragen - kommentarfreier Stadionton, neutraler Kommentar sowie je ein parteiischer Kommentar für Heim- und Auswärtsmannschaft.

Das wird nett: Da sitzen dann drei Kommentatoren voneinander schallisoliert im Ü-Wagen - und der Abonnent zu Hause guckt O-Ton ohne Kommentar ...