24 Dec 2008 Ho, ho, ho!

Ich könnte jetzt den 08/15-Standardeintrag absetzen und allen Lesern ein frohes Weihnachtfest usw. usf. … nee. Weihnachten fällt dieses Jahr aus.

Naja, es findet natürlich trotzdem statt, keine Panik. Aber bei mir fällt es halt aus: In ca. 4 Stunden begebe ich mich in mein elfenbeinfarbenes Arbeitsgerät und stürze mich kopfüber in die hoffentlich trockene Nacht. Feierabend ist am 1. Feiertag um ca. halb sieben morgens, wovon ich allerdings nicht viel habe, da ich ziemlich genau 22 Stunden später wieder zur Tagschicht am 2. Feiertag ausrücken darf. Und weil der 27. ein Samstag ist, hängen wir den auch gleich noch mit ran. Sowas nennt man »beim Dienstplanlotto das kurze Streichholz ziehen«, aber es nützt ja nichts.

Dazwischen werde ich versuchen, einen UMTS-Zugang unter Linux einzurichten und ein bißchen zu schlafen – was lustig werden könnte, denn irgendjemand in der Nachbarschaft hat scheinbar eine dicke Anlage zu Weihnachten bekommen und die bereits gestern (Sakrileg!) ausprobiert. Offenbar gab es gratis einen bescheidenen Musikgeschmack dazu. Nun denn.

Euch an den Feedreadern und Webbrowsern jedenfalls ein frohes Fest. Und wehe, einer von Euch purzelt mir heute nacht beschwipst in die Karre, dann gibt's was mit der Rute! ;-)

20 Dec 2008 Der Dank des Tages geht an: Konrad

Konrad schickt mit netten Grüßen und Wünschen, die ich postwendend zurückschicke, nicht nur Nick Hornbys schönsten Roman »About A Boy« (ich weiß zwar immer noch nicht, wer meine ursprüngliche Ausgabe geklemmt hat, ist mir aber jetzt auch egal) sondern auch noch die unfassbar gute MTV Unplugged-CD/DVD von Dashboard Confessional.

Die schicke ich nicht postwendend zurück, bedanke mich aber herzlich! :-)

12 Dec 2008 My year in 12 cut-and-paste sentences (2008)

Oha, für dieses Jahr wird die Auswahl knapper als im letzten Jahr – zumindest die Anzahl der Blogeinträge hat sich 2008 drastisch reduziert. Mal sehen, was der Jahresrückblick (den ich im Übrigen nun schon zum vierten Mal in dieser Form mache) hergibt …

Januar: »Ein Hodenriss ist eine Verletzung, die ich mir nicht einmal vorstellen möchte.«

Februar: »Die Erzählung „Ich hatte sie alle” ist übrigens übelste Verleumdung an den Menschen, die ein völlig unterschätztes Instrument zu bedienen wissen, jawohl!«

März: »Wenn also morgen etwas über ein Bombenattentat in Neumünster durch die Nachrichten geht, bin ich nach Diktat verreist.«

April: »Ich behaupte keinesfalls, dass elastische Layouts für jede Webseite und/oder jedes Design als Grundlage ideal sind – für jemanden wie Robert, der Wert auf Barrierearmut legt, sind sie es jedoch ganz sicher.«

Mai: »Eine äußerst skurrile akustische Erfahrung ist es, in einem Aufnahmeraum zu sitzen, in dem gerade Gesang aufgenommen wird, und als einziger keinen Kopfhörer aufzuhaben, auf dem man auch den Backing Track (also die Musik) hört.«

Juni: »Du hast definitiv zu oft die Berichterstattung vor den Spielen der EURO 2008 gesehen, wenn Du am hellichten Tag so in der Gegend herumsitzt (anderswo nennt man das wohl „arbeiten”) und denkst, die Spatzen würden Seven Nation Army pfeifen.«

Juli: »Nein, aus der Stelle als HTML-„Programmierer” (so nennen die das, nicht ich) bei einem großen deutschen Social Network ist leider nichts geworden.«

August: »heise, die letzte Bastion des unscheinbaren, nahezu designlosen HTML, zieht (fast) dorthin nach, wo eBay und amazon schon sind.«

September: »Eine Frau, die genau die Schaufel Rotz und Dreck in der Stimme hat, die man für Rockmusik braucht.«

Oktober: »Linux auf Laptops ist zumindest mit der Kombination aus IBM Thinkpad R52 und Ubuntu 8.04 wirklich keine Herausforderung mehr.«

November: »C-Promis verkünden ihre Meinungen gegenüber Moderatoren, die sonst für Rasensport zuständig sind, Jungbörsianer lamentieren den Verlust von 30 Prozent ihres kargen Vermögens („Das passiert.”), Frau Maischberger und Herr Schily diskutieren ideologische Grundsätzlichkeiten – und zwischendurch fällt immer mal der Ton aus.«

Dezember: »Mal ganz davon abgesehen, dass man mich soeben in einer Werbepause auf Pro7 mit einer musikalischen Kollaboration von Bushido und Karel Gott erfreut hat, habe ich heute abend schon einen Schwabbel von 235 Kilo halbnackt, das Probehopsen von potentiellen Kellerinnen für eine Hooters-Filliale in Düsseldorf und intime Geständnissen von Alleinerziehenden im Kuppelurlaub gesehen.«

Prinzip erkannt? Nachmachen erlaubt.

11 Dec 2008 Ohne Namen, ohne Worte

Ich darf mal wieder keine Namen nennen, versichere jedoch im Vollbesitz usw. usf., dass sich das Folgende wirklich und wahrhaftig (heute nachmittag nämlich) zugetragen hat. Noch nicht so ganz geklärt ist die Frage, ob die Tränen, die es mir zweifelsohne in die Äuglein trieb, mehr dem Lachen oder dem Weinen geschuldet waren. Wahrscheinlich beides, mit einem Hauch »WTF?!?« dazu. Nun denn.

Die eigentliche Aufgabe war nicht weiter schwer: Auf dem inhousigen Webserver von $KUNDE – hier greift zwar die bereits erwähnte Einschränkung in puncto Namensnennung, man darf jedoch annehmen, dass es sich um ein Unternehmen handelt, welches sein Geld im IT-Bereich macht; keine Hinterhofschmiede – soll in einem eigens abgeteilten Teil eine Netzpräsenz entstehen. Nun hängt das gute Stück jedoch wie die ganze Firma hinter einer Firewall, welche bekanntlich dem Zwecke dient, Zugriffe von außen einzuschränken. Der Gestaltende welche braucht aber Zugriff von außen, weshalb es galt, eben dieses der Firewall sozusagen mitzuteilen. Sowas macht man an und für sich in wenigen Minuten, wenn man halbwegs vom Fach ist.

Sollte man zumindest meinen.

Von der Erkenntnis bis zur Widerspenstigen Zähmung vergingen handgestoppte, festhalten, fünf Stunden. Das muss der Weltrekord für eine Portfreigabe sein, da kann es keinen Zweifel geben. Guiness, übernehmen Sie!

(Schuld war die firmeninterne Kommunikation – man kann sich halt auch zu Tode delegieren. Das Highlight aber bleibt, dass als der Port dann endlich freigegeben ward, das für die Operation unabdingbare mod_rewrite nicht ging. Und der, der wußte, wie es gegangen wäre, hatte bereits Feierabend.)

02 Dec 2008 Es heißt nicht umsonst »Deadline«

Abgabetermin: Heute, 18:00 Uhr. Upload des fertigen Templates auf den Server: Heute, 17:57 Uhr.

(Upload des fertigen Netzgestalters auf das Sofa: Heute, 17:58 Uhr. Und wieder mal ist kein Bier im Haus, wenn man mal eins braucht. Wer ist in diesem Saftladen eigentlich für's Einkaufen zust … oh. Naja. Macht ja nix.)