22 Mar 2009 Zweitwagen

Als ich noch jung und hübsch war, damals kurz nach'm Kartoffelkrieg, fuhren junge Mütter normalweise einen sogenannten „Zweitwagen“ – etwas Handliches aus der Preisklasse „überdachte Zündkerze“, meinethalben einen Uno oder so. Das hat sich grundlegend geändert.

Auch eben beim Sonntagseinkauf war mal wieder festzustellen, dass der angemessene fahrbare Untersatz für eine Mutter heutzutage eindeutig in der Kategorie Minivan, besser noch: Geländewagen, einzuordnen ist. (Passt auch viel besser zum gesetzlich vorgeschriebenen Jack Russell.)

Bitte nicht falsch verstehen: Es ist absolut nachvollziehbar, dass man für die Beförderung und Versorgung eines Dreijährigen zwangsläufig die Sitzplatzanzahl eines Linienbusses und die Ladefläche eines Pickups braucht. Im Grunde kann es nur noch eine Frage von Monaten sein, bis vor Grundschulen die ersten Stellplätze für Sattelschlepper angelegt werden.

Nur: Fahren sollte man sowas schon auch können …

21 Mar 2009 Benutzerhinweis, sinnvoller

Erteilt durch ein Navigationssystem Baujahr „kurz vorm Kartoffelkrieg“ direkt nach dem Aktivieren in der Rubrik „Benutzerhinweise“:

Beachten Sie in jedem Fall alle Verkehrsregeln.

Macht Sinn, irgendwie. (Und das mir, der ich mit Leidenschaft unsinnige Stopschilder überfahre!)

10 Mar 2009 Der Dank des Tages geht an: Robert

Robert hat sich quasi in Co-Abhängigkeit begeben und meiner – viel zu spät entdeckten – 24-Sucht weiteres Futter in Form des Box-Sets von Staffel 4 zukommen lassen.

Beweisbild

Besonders lustig aber: Robert hatte dieses, genauer: ein Präsent per E-Mail bereits angekündigt, woraufhin ich mir Entsprechendes zusammenreimte, in leichtes pawlow'sches Sabbern ausbrach und schätzte, dass das Paket wahrscheinlich am heutigen Dienstag ankommen würde.

Man stelle sich bitte mein WTF-Gesicht vor, als ca. 30 Sekunden nach dem entsprechenden Tweet (siehe links) tatsächlich der Paketonkel klingelte …

14 Jan 2009 Der Dank des Tages geht an: Fiona

Der Dank des Tages geht mal wieder an Fiona. Mal sehen, ob ich es noch schaffe, Harry Rowohlts Live-CD »Der Paganini der Abschweifung« als MP3-CD mit in die Nachtschicht heute abend zu nehmen …

30 Dec 2008 Einkaufen vs. Shopping

Ich gehöre eindeutig zu der Sorte Menschen (mittlerweile habe ich mich glaubwürdig davon überzeugen lassen, dass diese Einstellung geschlechterübergreifend ist; allerdings dürfte das Phänomen unter Frauen weit seltener sein), die gerne shoppen, aber ungern einkaufen.

Einkaufen, um das mal eingangs klar zu definieren, ist, wenn man Dinge kauft, die man braucht. Beispielsweise begibt man sich wie ich soeben in einen ortsansässigen Supermarkt, um dort einen Sechserträger Flaschenbier und ein wenig Essbares für Neujahr, wenn plötzlich wieder alle trotz nahezu komplett gelockerter Öffnungszeiten zu haben, zu kaufen. Dabei nimmt man gleich noch ein Päckchen Drehtabak mit – man will ja Neujahr nicht damit verbringen, einem explodierten Kippenautomaten die letzte Schachtel Kippen abzuringen, nur weil man in seinem eigenen Zustand besser noch nicht Auto fahren sollte und keine Lust auf einen Neujahrsspaziergang bei polaren Temperaturen hat. Und dann bezahlt man den ganzen Ramsch und fährt nach Hause, nachdem man gefühlte 2 Stunden an mal wieder viel hemmungslos unterbesetzen Kassen mit nicht funktionierenden Kartenlesern leise vor sich hin auf den Niedergang des Abendlandes fluchend zugebracht hat. Das ist einkaufen.

(Im Übrigen habe ich beschlossen, mich ab kommendem Jahr beizeiten derartig einzudecken, dass ich zwischen dem 20. Dezember und 2. oder 3. Januar keinerlei Einkaufsetablissement mehr betreten muss. Es wird der Vorbereitung auf einen Atomschlag ähneln, aber meine Nerven werden es mir danken.)

Shopping hingegen ist, wenn man vollkommen entspannt in der tobenden Nachweihnachtshölle eines Elektromarktes (Dauerbeschuß am Umtauschtresen) spontan beschließt, sich mal in Ruhe nach irgendeinem niedlichen Spielzeug für Computerfreaks, beispielsweise einer externe Festplatte benutzbaren Ausmaßes, umzusehen. Dann fachsimpelt man in Ruhe ein wenig mit dem langjährig vertrauten Verkäuferich (Wieso is'n die iomega so billig? Kann die nix?Doch. Aktionspreis, läuft morgen aus.Ist gekauft.), schlendert als Absacker nochmal durch die Ton- und Filmträger und bezahlt schließlich bei einer Verkäuferöse, die dermaßen überstreßt ist, dass sie glatt vergißt, einem ein Und 'n frohes Neues! hinterherzubrüllen. Geht doch.