06 Aug 2009 Automatenkasse vs Gesichtskontrolle

An und für sich liebe ich Automaten. Ich habe seit Jahren keinen Bankschalter aus der Nähe gesehen, gebe meinen Flaschenpfand am Automaten ab und kann seit allerneuestem selbst hier im Kuhdorf in zumindest einem Supermarkt meine Einkäufe an einer voll automatisierten Scannerkasse bezahlen.

Super Sache – gerade für Experten wie mich, die sonst mit „nur 3 Teilen“ zwischen mannshoch bepackten Einkaufswagen stundenlang anstehen müssen. Da zieht man besagte Teile eben über den Barcode-Scanner, drückt am Touchscreen auf die gewünschte Form des Bezahlens, entscheidet sich für Bar oder Karte und ist schneller vom Hof, als die mannshoch bepackten Einkaufswagen „Ham Sie ma ne Tüte?“ nuscheln können.

Wenn ich allerdings im greisen Alter von 35 Jahren an einer solchen Kasse wegen eines Päckchens Tabak und eines Sechserträgers Bier warten muss, bis eine Kassiererin, die meine Tochter sein könnte, die Ware manuell nach erfolgreich bestandener Gesichtskontrolle zum Verkauf freigegeben hat, dann frage ich mich doch, ob das Patent schon ausgereift ist.

30 Jul 2009 Man steckt da nich drin

Vier Taxen am Eutiner Taxistand

Als dieses Foto geschossen wurde, saßen wir mit den versammelten fünf Kollegen der gestrigen Nachtschicht (und dem Pizzaheini von gegenüber) am Taxistand in der Abendsonne und freuten uns mit einem gewissen Galgenhumor darüber, dass man endlich mal in Ruhe mit den Kollegen einen ausklönen könne, ohne dass die werte Kundschaft „stört“. Erste Wetten wurden angeboten, ob es uns wohl gelingen würde, den Rekord vom Montag der Woche zu brechen, als Kollegin U. aus schierer Verzweifelung über die magere Auftragslage bereits um 20 Uhr (nach zwei Stunden im Dienst) wieder Feierabend machte …

… und dann kam es anders, als man denkt – und zwar von allen Seiten und mit voller Wucht. Abartig für einen gewöhnlichen Mittwoch in der Urlaubszeit des Sommers; kurz vorm Ersten, aber nicht kurz genug. Aber wie mein lieber Kollege F., derzeit amtierender „Alterspräsident“ der Droschkenkutscher (Kutscher, nicht Knutscher! Das nur am Rande für das Folgefolk auf twitter.) vor Ort, schulterzuckend zu sagen pflegt: „Weißt Du selber: Man steckt da nich drin.“

Das war also die leidige Urlaubsvertretung; der Kollege W. kann „seinen“ Montagabend gerne wieder haben, ich lege keinen Wert darauf. Damit's aber spannend bleibt, gehen nach einer Erholungswoche gleich die nächsten in den Urlaub – die Chefin nebst Familie, was für mich eine Versetzung ins grelle Licht der (Wochen-)Tagschicht bedeutet, gekrönt von einem – nicht mal angeforderten – freien Samstag am fünfzehnten August.

Ich hab ungefähr so lange keinen Samstag mehr frei gehabt, dass ich gar nicht weiß, was ich damit anstellen soll … das artet ja auch direkt in ein verlängertes Wochenende aus. Vorschläge, anyone?

20 Jul 2009 Ich bin dann mal (halb) weg

Es ist mal wieder Urlaubszeit, nur heißt das für mich in diesem Fall nicht Urlaub, sondern Urlaubsvertretungen machen – (Spät-)Schichten von Kollegen übernehmen.

Das wiederum bedeutet: Der ohnehin geschädigte Schlafrhythmus wird noch mehr in Richtung Spätschicht verbogen, was dazu führt, dass es zumindest für die kommenden zwei Wochen schwierig werden könnte, mich zu handelsüblichen Uhrzeiten zu erreichen.

Nein, ich nehme den Laptop nicht mit in die Droschke. Nein, ich installiere mir dafür keinen twitter-Client auf dem Handy. Soweit ist es dann doch noch nicht :)

24 Jun 2009 Der Dank des Tages geht an: Silvio

Silvio a.k.a. laemmy benutzt nicht nur neuerdings meinen Journalist-Port sondern hat zum Dank auch noch meine Nicht lustig-Sammlung wieder auf den letzten Stand gebracht. Danke!

16 Jun 2009 Bunter Hund

Wenn man ausnahmsweise mal (Sonst nie! Echt!) in der lokalen Zweigstelle des gelben M sein Abendbrot schiesst und dort von einem dieser jungen Menschen, welche dem Irrglauben aufgesessen sind, Systemgastronom sei ein ehrbarer Beruf mit Zukunftsaussichten, mit Na, heute frei? begrüßt wird, noch ehe man sagen kann, womit man sich gerne den Wanst vollschlagen würde, dann gibt es mehrere Möglichkeiten.

  1. Man is(s)t doch öfter beim gelben M, als man meint.
  2. Das Dorf, in dem man selbst wohnt, ist wirklich sehr klein.
  3. Man ist Droschkenkutscher und verliert so langsam den Überblick über die eigene Kundschaft.

(Ich kannte den echt nicht. Zumindest erkannte ich ihn in seiner systemgastronomischen Uniform nicht.)