15 May 2008 23568

Wer Bewerbungen schreibt, kann immer wieder was erleben. Manchmal wird man dabei sogar zum Detektiv.

Ich schreibe nach wie vor Bewerbungen, und ich versuche zumindest, dabei einen gewissen Überblick zu behalten. Dazu gehört z.B. auch, dass ich die gesicherten Anschreiben in »abgesagt«, »Eingang bestätigt« und »nie etwas von denen gehört« sortiere. Allein die Tatsache, dass es die letzte Rubrik überhaupt gibt, ist eigentlich schon ein Armutzeugnis für die Betreffenden. Viel armseliger, als nicht einmal auf eine Bewerbung zu reagieren (geschweige denn, die Unterlagen zurückzuschicken), geht es eigentlich nicht. Sollte man meinen, geht es aber doch.

Soeben finde ich einen C5-Umschlag im Briefkasten. Kein Absender, das kommt vor. Adresse flscha geschrieben, welch Aufmerksamkeit manche Leute doch ihrer geschäftlichen Korrespondenz widmen. Da kann man froh sein, dass das gute Stück frankiert war … drinnen geht die Frechheit weiter: Man erdreistet sich nicht nur, die eingereichten Unterlagen kommentarlos zurückzuschicken, sondern kassiert auch gleich noch das Büroutensil ein, welches besagte Unterlagen hübsch zusammen hielt. Unfassbar. Auch im Innenleben findet sich keinerlei Hinweis auf den Absender.

Nun wüsste man also gar nicht, wer sich diese Dreistigkeit erlaubt hat … wäre da nicht ein Stempel auf der Briefmarke, welcher die Postleitzahl des Absenders ausweist. Und anhand dieser ist das betreffende Unternehmen in diesem speziellen Fall einwandfrei zu identifizieren. Nein, ich werde nicht den Fehler begehen und den Namen hier öffentlich machen.

04 May 2008 Vierunddreissig

Immer noch immer länger werdende Haare, nach wie vor Kinnbart. Manchmal frage ich mich, wo das letzte Jahr abgeblieben ist. Es kam mir irgendwie kürzer vor.

02 May 2008 Wat 'ne Woche!

Deutlich mehr gearbeitet, merklich weniger geschlafen. Viel Streß, wenig Blog. Anfang der Woche Versionssprung bei Ubuntu, Ende der Woche Versionssprung bei mir.

YellowLed 8.05, 34. Update, Codename »Ist bald Wochenende?«. Over and out. Schalten sie nächste Woche wieder ein, wenn Sie YellowLed bloggen lesen: »War was? Ich bin dann mal wieder da.«

17 Apr 2008 Nächtliche Kaffeepausen

Es stimmt ja: Der wahre Treibstoff, der Taxen antreibt, ist mitnichten Diesel – es ist Kaffee. Aber wenn mir jemand morgens um viertel vor zwei in der Nachschicht generöse fuffzich Cent Trinkgeld mit der Bemerkung »Für 'nen Kaffee nachher …« zukommen lässt, muss ich doch grinsen.

Zum einen: Um viertel vor zwei gibt es an einem Mittwochabend, speziell zu Monatsmitte, kein »nachher« mehr. Da stehen die Chancen exzellent, dass man die letzte Fuhre der Schicht war. Zum anderen: Es gibt zwar durchaus Quellen, an denen Droschkenkutscher zum Spezialtarif von einem halben Euro eine Portion des koffeinierten Heißgetränkes bekommen – aber sicherlich nicht mehr um die Zeit.

Morgens um viertel vor zwei bekommen wir Kaffee entweder umsonst (z.B. in dem, nun ja, »Etablissement«, aus welchem der Herr gerade kam) oder gar nicht mehr. Will man um die Uhrzeit auch nicht mehr unbedingt.

15 Apr 2008 Schwedische Möbel sind gar nicht so übel

Das bereits mehrfach hierzublog erwähnte Highboard aus dubioser Herkunft ist nun endlich vollständig eingetroffen und montiert. Nun kann man für um die fuffzig Euro keine handgefertigten Designermöbel, die sich selbst zusammenbauen, erwarten – aber nicht sauber zuende vorgebohrte Löcher, eine Verarbeitung, die Tischlerlehrlingen im ersten Lehrjahr peinlich wäre sowie eine abstruse Anleitung … das muss ja nun auch nicht sein.

Ich bin bekanntlich kein großer Freund von Möbeln eines gewissen schwedischen Herstellers, aber dagegen …