21 Dec 2007 Toll, aber keine Verwendung dafür

Manchmal findet man Dinge, für die man einfach keine Verwendung hat. So zum Beispiel das Perl-Skript vobs2mkv.pl von Thanassis Tsiodras, welches MPEG2 nach x264 umwandelt. Das Skript kodiert Videodaten nach x264, Audiodaten nach Ogg Vorbis und verpackt das ganze schließlich in einen Matroska-Container. Grundsätzlich ist das, soweit ich mich mit Videokodierung befasst habe, die (derzeit) perfekte Mischung, um qualitativ gute Videodateien, die wenig Platz belegen, zu erzeugen.

Die erzeugten Videodaten sind relativ klein und skalieren selbst aus kleinsten Auflösung noch passabel auf Vollbildgröße. Allerdings beherrscht dieses Skript – oder ist es das Containerformat? – derzeit nur Videos mit einer Audiospur, die Untertitel skalieren schrecklich schlecht im Vergleich zum Videobild und die Kodierung der Videodaten dauert, gelinde gesagt, lange. Der größte Nachteil aber ist natürlich der, dass es wenig bis gar keine Standalone-Player gibt, die diese Codec/Container-Kombination abspielen können.

Allerdings ist das Skript für meinen unqualifizierten Eindruck vorbildlich kodiert, speziell in Sachen Benutzerführung. Und es kann alternativ auch nach XviD kodieren, insofern könnte man es sich sicherlich umstricken, um für einen XviD-fähigen Standalone-Player schlanke Videos zu erzeugen.

04 Dec 2007 Software-Tipp: OGMRip

Die Umwandlung von Videos oder DVDs unter Linux in andere Videoformate ist eine der größten Hürden für Ein- oder Umsteiger. Zwar gibt es extrem leistungsfähige Werkzeuge für diese Aufgaben wie etwa transcode oder mplayer bzw. mencoder, aber als Kommandozeilenwerkzeuge sind diese für Ein- oder Umsteiger ohne grafische Oberfläche nahezu unbenutzbar, zumal beide einen Wust von Optionen und eine entsprechend umfassende Manpage mitbringen.

Die Lösung sind bzw. wären Frontends, grafische Benutzeroberflächen. Der Klassiker in diesem Bereich ist dvd::rip, aber auch dort begegnen Ein- oder Umsteigern einer Fülle von Optionen. Etwas simpler geht das Ganze mit OGMRip.

Neben dem wesentlich einfacher gehaltenen Interface glänzt OGMRip zudem mit Unterstützung des Overhead-freien Containerformates Matroska sowie automatischem Zuschnitt nebst Skalierung des Videos.

Ubuntu-Nutzer suchen OGMRip in den gängigen Repositories meines Wissens (noch) vergeblich, können jedoch über GetDeb ein fertiges Paket für Gutsy finden.

08 Nov 2007 Unterschätze nie den RAM

Schon erstaunlich, wie viel flotter so ein betagter Linux-Rechner plötzlich marschieren kann, wenn man ihm einfach mal 256 MB zusätzlichen RAM spendiert. Plötzlich laufen vorher oft zähe Applikationen (Thunderbird comes to mind) flotter, auch zwischen den 6 Arbeitsflächen schaltet es sich zackiger hin und her. Dafür kniet man doch gerne 'ne Stunde vor dem Rechenknecht und flucht auf schlechte Platinenlayouts.

29 Oct 2007 Schweigsamer Gibbon

Irgendwo[tm] zwischen zwei Sicherheitsupdates war es geschehen, ohne erkennbaren Auslöser oder auszumachende Quelle: Die lokale Ubuntu-Installation gab keinen Mucks mehr von sich. Nicht unter Gnome, nicht unter Xfce, nicht unter fluxbox. Weder audacious noch audacity, nicht Listen, noch nicht einmal das getreue mpg321, ganz zu schweigen von Systemklängen.

Stille.

Da stochert man hilf- und ahnungslos in Bugreports, googelt sich durch englische, deutsche und französische Fehlermeldungen, auf der Suche nach dem einen Paket, das vielleicht versehentlich deinstalliert wurde, wird sogar ein diff zwischen den auf dem eigenen und dem Rechenknecht der besseren Hälfte – wo alles weiter wie gehabt schallte – installierten Pakete durchwühlt.

Irgendwann[tm] kam ich auf die Idee, mal einen Blick in das Gnome ALSA-Mischpult zu werfen – sieh an, da hat irgendetwas[tm] alle Regler auf stumm geschaltet. Kann ja nicht gehen. Wer mir verrät, was das war, hat ein Bier gut. Ich höre einstweilen Slayer. Und zwar LAUT!

24 Oct 2007 Gimp 2.4 fertiggestellt

Während ich mich noch an den Neuigkeiten im mit Ubuntu 7.10 ausgelieferten Gimp 2.4-rc3 erfreue, wurde Gimp 2.4 endgültig freigegeben (via Golem). Ich muss ja zugeben, dass mir von den dort genannten Neuerungen bislang lediglich die Tango-Icons aufgefallen sind – und die finde ich in Gimp eher gewöhnungsbedürftig. Was natürlich eine reine Umgewöhnungssache ist.