06 Mär 2008 Gimp, gutenprint und der Canon Pixma IP3500

Ehe sich noch jemand – zugegeben, wie ich eben – dumm und dusslig googlet: Will man aus Gimp heraus z.B. mit dem Canon Pixma IP3500 z.B. Fotos drucken, so landet man automatisch in der gutenprint-Konfiguration, steht dort aber etwas dumm da, da es besagten Drucker dort so nicht gibt.

Hat man jedoch – wie ich, ha! – den Drucker unter Ubuntu mit den letzten Canon-Treibern eingerichtet, so wählt man im gutenprint-Dialog unter »Drucker-Einstellungen« zunächst »Drucker einrichten«, dann PPD-Datei »Suchen«, klickt sich nach /etc/cups/ppd/ durch und wählt dort iP3500_series.ppd aus.

Und dann druckt das. (Und das nicht mal übel, so auf kostengünstigem Normalpapier.)

04 Mär 2008 Canon Pixma IP3500 unter Ubuntu

Nach nunmehr 15(!) Jahren treuen Dienstes hat mein oller HP DeskJet 690C neulich die Grätsche gemacht – es hätte nicht 2 Sekunden nach der (beschwerlichen) Beschaffung einer neuen Tintenpatrone sein müssen, aber das ist vermutlich einfach Murphys Drucker-Law … nun denn, »der Neue« ist ein Canon Pixma IP3500.

Ich brauche hier keinen Laser und keinen Multifunktionsmurks, ich brauche einfach nur einen Tintenstrahldrucker, der hauptsächlich schwarz und extrem selten auch mal farbig druckt – und vor allem problemlos unter Linux zum Laufen zu bringen ist. Speziell das war mit dem IP3500 kinderleicht – das Einsetzen von Druckkopf und Tintenpatronen war komplizierter und hat länger gedauert.

Eine sehr ausführliche Installationsanleitung findet sich im Wiki der deutschen Ubuntu-User. Zumindest unter Gutsy Gibbon ist die Installation allerdings deutlich simpler als dort beschrieben: Man besorgt sich die deb-Pakete (derzeit benutze ich hier Version 2.80) von der deutschen Canon-Seite, spielt diese nebst der im Wiki angegebenen Ubuntu-Pakete ein, schließt den Druckknecht an (Vorwarnung: Canon verkauft den Drucker ohne Kabel!), bootet neu – und Boing!, da ist das Teil auch schon. So soll's sein.

19 Feb 2008 Endlich drahtlos

Hardware aus zweiter Hand, erfahrene Linux-Enthusiasten werden das bestätigen, ist immer für ein, zwei ausgelastete Abende gut. In diesem Fall handelte es sich um eine Kombination aus Speedport W 500V und einem Hercules Wireless-G HWGUSB2-54 WLAN-Stick. Letzterer blieb bei einem Kollegen übrig, es galt lediglich, das gute Stück unter Ubuntu 7.10 in Gang zu kriegen (eine Aufgabe, an der der Kollege schon unter Windows XP gescheitert war).

Ich spare mir den Schnelldurchlauf der gescheiterten Versuche und komme gleich dazu, wie es geht: Man folge der WLAN-Anleitung im deutschen ubuntuusers-Wiki, und zwar mittels ndiswrapper. Idealerweise blacklistet man wie dort beschrieben die Module rt2500usb, rt2x00usb und rt2x00lib und nimmt die Einrichtung komplett über wpa_supplicant vor. Mit networkmanager-gnome, wifi-radar und Konsorten verschwendet man da nur seine Zeit – das meiste in Ubuntu mag mittlerweile über grafische Interfaces machbar sein, in diesem Fall muss ein Editor ran. Und dann funkt das. Sogar mit WPA.

18 Feb 2008 Spontan-DVB-T neben MythTV

Computer bereiten uns Probleme, die wir ohne sie nicht hätten.

(unbekannte Quelle)

Wie wahr. Seit Monaten läuft hier unfallfrei eine Terratec T² USB und versorgt MythTV als digitalen Videorecorder mit DVB-T. Zum aufnehmen ist das super, aber MythTV ist nicht unbedingt das ideale »Leichtgewicht«, um mal eben ein wenig TV zu schauen.

Soeben habe ich mal Kaffeine ausprobiert, danach mplayer und xine. Nirgendwo ein Bild.

Die Lösung brachte schließlich die Ausgabe von vlc: Das laufende mythbackend blockiert logischerweise das Videogerät, ergo muss man es zunächst über sudo /etc/init.d/mythtv-backend stop abklemmen. Danach klappt es auch mit Kaffeine.

25 Jan 2008 Gimp 2.4: Freistellen für Dummies

Klassische Situation: Man hat ein Bild oder Foto, aus dem man aber nicht nur einen bestimmten Ausschnitt, sondern sogar nur ein bestimmtes Element aus diesem Ausschnitt verwenden möchte. Eine typische Anwendung: Aus einem Gruppenfoto will man den Kopf einer Person extrahieren. Man befreit also ein Motiv von seinem Hintergrund, der Fachbegriff dafür lautet freistellen.

Eben dafür gibt es in der aktuellen Version 2.4 von Gimp ein sehr hilfreiches Werkzeug für Grafikdilettanten wie mich: Die Vordergrundauswahl. Natürlich ist diese weder perfekt noch mit manuellem Freistellen vergleichbar, aber eben auch lange nicht so mühsam.

Um ein Motiv freizustellen, wählt man in Gimp Werkzeuge > Auswahlwerkzeuge > Vordergrundauswahl. Mit dem daraufhin ausgewählten Lasso-Werkzeug zieht man eine grobe Auswahl um das freizustellende Motiv. Mit dem anschließend ausgewählten Pinselwerkzeug zieht man nun innerhalb dieser groben Vorauswahl (der Rest des Bildes wird blau maskiert) eine Linie, die idealerweise sämtliche Farb- und Helligkeitsbereiche des freizustellenden Objektes »erwischt«. Abschließend bestätigt man die Auswahl durch Enter und kann mit der so freigestellten Auswahl weiter arbeiten.