24 Nov 2008 Handbrake für Linux

Handbrake, ein sehr praktisches und leicht zu bedienendes Tool zur Videokonvertierung, ist heute in Version 0.9.3 erschienen, welche nunmehr auch ein GTK-basiertes GUI unter Linux bietet.

Handbrake ist dabei letztlich »nur« ein Frontend für verschiedene freie Bibliotheken zur Videokonvertierung, aber genau das macht es hochinteressant: Es vereint diese Tools in einem angenehmen Interface, welches um ein Vielfaches zugänglicher ist als die manpages von mencoder und transcode.

Handbrake nimmt praktisch jede Videoquelle an und spuckt als Ergebnis DivX, Xvid, x264 oder Theora in verschiedenen Containerformaten mit diversen Tonformaten kombiniert aus. Freie Auswahl, sozusagen. Es beherrscht natürlich Untertitel ebenso wie Kapitel, kann verschiedene Filter einsetzen und natürlich das Bildformat ändern. Und als Sahnehäubchen gibt es das Ganze sogar als fertiges Ubuntu-Paket.

16 Nov 2008 MeTV - DVB-T in schlank

Lange war ich begeisterter Nutzer von MythTV, einem sehr leistungsfähigen, aber auch sehr umfangreichen und relativ komplex zu konfigurierenden Media Center für Linux. Eine schlanke Alternative dazu ist Me TV.

Me TV ist eine Gnome-Applikation zum Empfang von DVB-T und -C über Karten mit Treibern im Kernel (wie z.B. meine Terratec Cinergy T2 USB). Im Gegensatz zu MythTV braucht es weder ein umfangreiches Setup noch eine MySQL-Datenbank und eignet sich somit hervorragend, um gelegentlich ohne viel Bohei ein wenig fernzusehen oder auf die Schnelle Aufnahmen zu machen.

Me TV unterstützt dabei selbstverständlich EPG ebenso wie die Programmierung von Aufnahmen darüber, genauso aber auch spontane Mitschnitte ohne vorherige Programmierung.

09 Nov 2008 IE6 unter Linux mit Crossover Office

Im Rahmen der Lame Duck Challenge ergab sich die Gelegenheit, Crossover Office für lau abzustauben. Soeben habe ich die Zeit gefunden, Crossover Office unter Ubuntu zu installieren.

Und was ist das?

IE6

Richtig, das ist mein Blog in einem IE6, der unter Crossover Office unter Linux auf einem Gnome-Desktop läuft. Irre – so ziemlich die einzige Windows-Anwendung, für die es (Gott sei Dank, letztlich) keine Linux-Alternative gibt.

Für einen Netzgestalter ist IE6 Plage und Notwendigkeit gleichzeitig, und letztlich ist nicht abzusehen, wann das endlich vorbei sein wird. Bis dahin muss ich mir nun nicht mehr mit – grandiosen, aber eben technisch limitierten – Diensten wie Browsershots oder IE NetRenderer behelfen. Danke, Codeweavers!

25 Okt 2008 Mac4Lin

Interessantes Projekt: Mac4Lin sammelt alle Dateien und Programme, die notwendig sind, um einen Gnome-Desktop optisch an Mac OSX Leopard anzupassen. Ein ausgiebiges HowTo erklärt dabei die einzelnen Schritte detailliert; Handarbeit ist bei dieser Schönheitsoperation definitiv notwendig.

Zum Paket gehören ein GTK/Metacity-Theme, ein Icon-Theme, ein Emerald-Theme für beryl/compiz, ein Cursorset, ein Theme für den Loginmanager GDM, Splashscreens für Gnome, Grub und Bootvorgang, Schriften, verschiedene Varianten für das Dock, Systemklänge, Wallpapers, Plugins/Themes für verschiedene Applikationen – darunter ein Skin, der Firefox wie Safari aussehen lässt sowie iTunes-Skins für verschiedene Audioplayer u.v.m.

21 Okt 2008 Thinkpad R52: Die erste Woche

So langsam glaube ich, ich muss mir ein neues Hobby suchen. Oder ein neues Betriebssystem. Linux auf Laptops ist zumindest mit der Kombination aus IBM Thinkpad R52 und Ubuntu 8.04 wirklich keine Herausforderung mehr. Dirks Aussage, mit der Kombination könne man nicht viel falsch machen, ist zu 100% bestätigt – hier läuft bis auf winzige Nichtigkeiten wirklich alles rund, ohne dass ich auch nur minimale Nacharbeiten per Hand hätte machen müssen.

Selbst einst kritische Kandidaten wie suspend to ram (oder disk) liefen out of the box. Sound, Grafik, LAN, WLAN, selbst das gottverdammte interne Modem geht. Touchpad, Pointing stick oder per USB angeschlossene Maus, vollkommen egal. Natürlich sind die internen Lautsprecher nichts, worüber man Musik hören möchte, natürlich bringt die Grafikkarte wenig mehr Leistung, als man für einfaches Arbeiten auf dem Desktop braucht – aber mehr brauche ich halt auch nicht.

Was die winzigen Nichtigkeiten sind? Auf dem (im Übrigen exzellenten) Keyboard gibt es eine Fn-Taste, mit der man interne Sonderfunktionen ansteuern kann, die liegt da, wo mein Hirn noch Ctrl vermutet, was gelegentlich für Verwirrung sorgt. Und beim Umzug der alten Daten via LAN-Verbindung hat's meinen CVS-Snapshot der zusätzlichen Plugins und Templates von s9y zerlegt. So what.

Alles in allem eine für »normales« Arbeiten mehr als hinreichend flotte, hochgradig linuxtaugliche Kiste, die nahezu keinen Rückschluss darauf zulässt, dass es sich um ein Gebracuhtgerät handelt. Alles richtig gemacht.