19 Sep 2005 Die Qual der Wahl
Der Wahlabend und der Tag danach sind zunächst mal die Tage der Demoskopen und Statistiker. Das vorläufige Endergebnis hat Isotopp parat, die Tagesschau zeigt die Wahlkreisgewinner nach Erststimmen (via André) und auf kreis-oh.de kann man über den (leider nicht direkt verlinkbaren) Link "Bundestagswahl" feststellen, dass Bettina Hagedorn zwar arschknapp (mit genau einem Prozentpunkt), aber doch gewonnen hat. Ach ja, und die Überhangmandate vergessen wir bitte auch nicht ganz, auch wenn man damit nicht kalkulieren kann.
So.
Nun muss man dieses Ergebnis nur noch deuten können. Eine klare Mehrheit für eine der vorher viel zu deutlich abgesteckten Koalitionsvarianten gibt es nicht. Die "Kleinen" haben (mit Ausnahme der Grünen) bei den "Großen" abgezapft, was denen nun fehlt. Schröder hat zwar im Vergleich zum Trend der Vorwahlzeit aufgeholt, aber letztlich ist seine Vertrauensfrage eben doch abschlägig beschieden worden. Merkel hat Stoiber unterboten, damit kann man nicht Kanzlerin werden wollen.
Krischan sieht es richtig: Das schreit nach Konsens, das ist - wenn es überhaupt eine klare Aussage macht - ein Aufruf, einen großen Tisch zu besetzen und eine Lösung zu finden, die dem Land (und nicht den persönlichen Eitelkeiten) dient.




