14 Jun 2005 Ethan Hawke: "Aschermittwoch"

Ja, der Ethan Hawke. Spielt nicht nur schau, schreibt auch Romane. Und gar nicht mal schlechte.

Jimmy macht Schluß mit Christy, ohne eigentlich genau zu wissen, warum - wie er so vieles (eigentlich alles) tut oder getan hat, ohne genau zu wissen, warum. Selbst als Christy fluchtartig die Stadt in Richtung Texas (back to the roots, yeehaa!) verlässt (stilechterdings in einer Art Greyhound-Bus) und er ihr blitzartig (und ebenfalls stilecht mit einem 70er-Jahre-Muscle-Car, wenn auch keinem TransAm) nachsetzt, um ihr einen Heiratsantrag zu machen, weiß er nicht wirklich genau, warum. Es kommt (ja, auch das ist irgendwie stilecht) zum vorgezogenen Showdown am winterlich verschneiten Busbahnhof, Kniefall und Offenbarung einer Schwangerschaft inklusive. Und da beginnt das niedergeschriebene Road-Movie (ich sehe da Matt Dillon als Jimmy und eventuell Winona Ryder als Christy ..?) eigentlich erst; eine Reise in zwei Vergangenheiten, aus denen eine Zukunft werden soll (das hab ich jetzt schön geschrieben; nein, nicht schön: stilecht).

Mr. Hawke, das konnte man schon seinem Erstling entnehmen, kann schreiben. Und zwar mit Liebe für's Detail und für die kleinen Randgeschichten nebenbei.

12 Jun 2005 Computer sind dazu da ...

... uns Probleme zu bereiten, die wir ohne sie nicht hätten. Wie wahr.

Ich ärgere mich (mal wieder) mit einer neuen TV-Karte herum. Die Leadtek fiel, sagen wir mal, äußerst günstig vor meine Füße und hat den angenehmen Vorteil eines MPEG-Encoders, was DVD-fertige TV-Mitschnitte relativ einfach macht. So weit, so gut.

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10 Jun 2005 Mehr zu Sarge

Nachdem der Release von Sarge hierzublog nur eine Kurzmeldung war, nun etwas mehr dazu (liegt das daran, dass ich nun weit weniger am Betriebssystem schrauben muss und mehr bloggen kann?).

Ich hatte ganz kurz überlegt, bei testing (Etch) zu bleiben, um das Ganze "spannend" zu halten. Wie man (neben anderen informativen Einblicken) bei Zugschlus lesen kann, wird Etch zumindest eine gewisse Zeitlang im wahrsten Sinne des Wortes testing sein - im Gegensatz zu Sarge, welches zumindest aus meiner Laiensicht schon recht lange stable war. Also lieber Pfoten weg.

Den Zugschlus'schen Wunsch "Release vor Ende 2006" finde ich nach wie vor kühn, aber löblich. Ein kürzerer Release-Zyklus wäre meiner bescheidenen Meinung nach das, was Debian zur Perfektion fehlt - wenn es externen "Druck" brauchte, um das umzusetzen ... aber da steckt man als "reiner" User vermutlich nicht drin. Möge es dennoch geschehen ...

06 Jun 2005 Dass ich das noch erleben darf ...

Preiset den Herrn. Debian Sarge ist stable. Endlich.

01 Jun 2005 Torbjörn Flygt: "Made in Sweden"

Vorsicht, Elche.

"Made in Sweden" erzählt die Geschichte der Familie Kraft aus der schwedischen Arbeiterstadt Malmö. Es begleitet Bodil (für Insider: ausgerechnet!), Arbeiterin in einer Strumpffabrik und allereinerziehende Mutter von Monika, der Lernmaschine, und Johan, dem Ich-erzählenden kleinen Bruder, durch die 70er und 80er Jahre, durch Schule, Freundschaften und Familienbanden. Ein konstanter, flüssig erzählter, immer spannender und überraschender Wandel.

Dieses Buch ist traumwandlerisch leichtfüßig erzählt.

Es wäre perfekt, wenn nicht der Autor, oder ist es möglicherweise nur der Übersetzer, wer weiß das schon, kann man nie genau sagen, aber bei einem guten Übersetzer, und wir wollen mal annehmen, dass Paul Berf einer ist, gehe ich davon aus, vielleicht ist es auch einer sprachliche Eigenart des Schwedischen, da bin ich persönlich jetzt überfragt, wenn also nicht dieser Autor, oder vielleicht doch der Übersetzer, so ein ausgeprägtes Faible für ellenlange, nur durch Kommata und sonst keinerlei Satzzeichen strukturierte, damit manchmal nahezu unlesbare Banwurmsatzkonstruktionen hätte, welche sich mitunter sogar über mehrere Seiten erstrecken und damit nahezu unmenschliche Konzentration vom Leser verlangen.

(Puh.)

Bloß gut, dass er zwischendurch immer mal wieder normal kurze Sätze einbaut.