09 Oct 2009 Nebenrollen

Wer ein gewisses Quantum an US-Serien weggeguckt hat, trifft unweigerlich auf dieselben Gesichter, vor allem bei den Nebendarstellern, welche im Englischen besser und richtiger als „supporting actors“, also „unterstützende Darsteller“, bezeichnet werden. Oft spielen diese Darsteller die Hauptrolle gnadenlos an die Wand, kommen jedoch niemals dazu, selbst eine Hauptrolle übernehmen zu dürfen. Vermutlich fehlt es in den Augen der Entscheider an „Starqualitäten“.

Drei Herren fallen mir spontan ein, die mir immer wieder aufgefallen sind. Die einfach „was können“, aber deren Name niemals als erster im Vorspann genannt (werden) wird.

  1. John Billingsley: Vermutlich am prominentesten besetzt als Präsidentinnen-Bruder Terrence Steadman in „Prison Break“, mir persönlich noch prägnanter in Erinnerung aus „Nip/Tuck“ als Mann, der sich absichtlich und bewußt ein Bein amputieren lassen will. Auch in Staffel 7 von „24“, die ich (noch) nicht gesehen habe, und „True Blood“ zu sehen. Perfekt für schrullig-verschrobene Typen. (IMDB-Profil)
  2. Wade Williams: Wohl auch am bekanntesten durch „Prison Break“ als Officer Brad Bellick, ebenfalls in „24“ zu Gast (Staffel 1, Robert Ellis). Mir zuerst aufgefallen als verbitterter Bruder eines Golfkriegs-Opfers in „Six Feet Under“. Typischerweise als knurriger Grantler besetzt. (IMDB-Profil)
  3. Evan Handler: Der war nun wirklich überall. Ebenfalls „24“ (Gastrolle als Menschrechtsanwalt in Staffel 4), „Lost“ (Staffel 2, Mitpatient von Hurley in der Psychiatrie), „Six Feet Under“ (ein großartig durchgeknallter Aktionskünstler in Staffel 3), sogar in „Friends“ – vor allem aber war er Harry in „Sex And The City“ und ist Charlie Runkle, Agent von Hank Moody in „Californication“. Kann folglich alles, aber gerne leicht debil. (IMDB-Profil)

(Speziell bei Evan Handler gebe ich ja die Hoffnung nicht auf, dass ihm doch nochmal jemand Fähiges etwas passendes Tragendes „auf den Leib schreibt“. Der Mann hat's verdient.)

Euch fallen bestimmt noch mehr gute Leute aus der Abteilung ein, würde ich wetten.

07 Oct 2009 iPod-Zwickmühle

Kaum hat man so ein Ding, schon macht es Zicken.

Für meinen iPod nano (4. Gen.) gibt es ein Update, welches bereits in iTunes zwischengelagert ist, sich aber partout nicht installieren lassen will. Die exakte Nummer der Fehlermeldung hab ich gerade spontan verdrängt, spielt aber auch keine Rolle – die entsprechende Seite im Hilfesystem bei Apple hilft wenig weiter und rät lapidar, das Gerät auf Werkseinstellungen zurückzusetzen, was ich glatt tun würde, müsste ich dazu nicht auch die automatische Synchronisation wieder einschalten.

Das Problem damit ist nun aber, dass in iTunes deutlich mehr Musik vorhanden ist, als auf den nano (16 GB) passt, weshalb die automatisch startende automatische Synchronisation ebenfalls abbricht, wodurch auch das Update … mir ist jedenfalls allein vom Beschreiben des Problems schon ganz schwummerig.

Sachdienliche Hinweise, anyone? Muss ich etwa wirklich so viel aus iTunes rausnehmen, dass die automatische Synchronisation ginge, um das Update ausführen zu können? Gibt's irgendeine freie Software (Windows, nicht Mac; meinetwegen auch Linux), die das Update unabhängig von iTunes ausführen könnte?

26 Sep 2009 Hauptsache gesund!

Ich erwähnte ja bereits, dass ich für die Verlängerung der „gelben Pappe“ neuerdings nicht mehr zum lokalen Gesundheitsamt, sondern zum Amtsärztlichen Zentrum Lübeck muss. Die Firma ist in der Berufsgenossenschaft, die Berufsgenossenschaft zahlt, everybody wins.

Nun ja, bis auf mich, der ich dafür zweimal zu – in my book zumindest – absoluten Unzeiten nach Lübeck juckeln durfte. Das ergibt knapp vier Stunden Rumeiern für tutti kompletti gerade einmal 50 Minuten konkrete Untersuchung – zieht man den nervtötenden Smalltalk des oberanstrengenden Amtsarztes am Freitag ab, bleiben maximal 40 Minuten übrig.

Was wird bei so einer Untersuchung mit einem gemacht? Beim ersten Termin (Mitarbeiterin statt Arzt):

  • Urinprobe (in einem Klo ohne Licht eine relativ gewagte Aktion, darf ich sagen)
  • Sehtest inklusive Test auf Farbenblindheit
  • Gesichtsfeldmessung
  • Hörtest
  • wiegen (weil ich keine Waage besitze, ansonsten hätte man mir blind geglaubt), Puls und Blutdruck messen

Beim zweiten Termin (Arzt) wird dann abgehorcht und abgeklopft (inklusive Reflexe), nach dem Verschleiß an Zigaretten gefragt und der Alkoholkonsum geflissentlich übergangen. Offensichtlich sehe ich nicht aus wie ein Quartalssäufer. Ganz richtig, sonst nix weiter – außer einer Menge belanglosem Gelaber.

Erkenntnis: Ich sehe im Rahmen meiner bebrillten Möglichkeiten unverändert gut bzw. schlecht, bin nicht farbenblind und habe ein normales Gesichtsfeld, bin trotz jugendlichen Discobesuchen, jahrelangem Kopfhörermissbrauch und wöchentlicher Bandprobe nicht schwerhörig, habe zu meiner großen Verwunderung abgenommen, einen völlig normalen Blutdruck und anscheinend selbst in nervender Umgebung den Ruhepuls eines sedierten Kaninchens. Mit einem Wort: Gesund. Keine Sau interessiert sich für den ellenlangen Fragebogen, den ich ausfüllen musste, abgesehen davon, dass sie gerade so eben noch merken, dass sie meine Hausnummer verkehrt gelesen haben.

Und dann, gaaanz zum Schluss, erzählt mir dieser Hektiker doch tatsächlich, er wundere sich irgendwie, wieso ich in meinem Alter diesen Test überhaupt machen müsse – seines Wissens sei der erst ab fünfzig Jahren notwendig … ich weiß nicht, ob das stimmt (bislang musste ich bei jeder Verlängerung einen machen), aber wenn … ARGH!!1einself

24 Sep 2009 Übergetreten

Ich bin jetzt übrigens auch zur dunklen Seite der Macht übergetreten.

iPod nano 4G 16 GB

(Nein, das ist noch einer aus der 4. Generation ohne Kamera. Ja, ich habe mir bewusst so einen zugelegt. Ich habe eine Digitalkamera, verdammt. Nein, ich plane nicht, mir in absehbarer Zeit ein MacBook anzuschaffen. Ja, ich finde ihn super, obwohl ich immer gegen Apple-Fanboys wettere. Grml.)

22 Sep 2009 Früher war alles besser, sogar auf den Ämtern

Ich soll meine „gelbe Pappe“, das ist Taxler-Fachjargon für den etwas langatmig benannten „Personenbeförderungsschein für Taxen und Mietkraftdroschken“, verlängern. Das soll ich schon etwas länger, aber das ist heutzutage nicht mehr so einfach.

Im Grunde muss man, wenn man die Pappe einmal hat, nicht mehr viel machen – eigentlich nur einen Gesundheitscheck, über den sich jede Kellnerin schlapp lacht (es sei denn, man nähert sich dem Rentenalter, dann wird es langsam lustig mit Reaktionstests und allem Tinnef), und einen Gang zur örtlichen Zulassungsstelle, um sich einen neuen Stempel abzuholen. Nun muss jedoch der Gesundheitscheck seit einiger Zeit amtsärztlich erfolgen, und damit wird es kompliziert.

Nicht genug, dass man 35 Kilometer in die nächstgrößere menschliche Erhebung fahren muss, nein – man muss das sogar zweimal machen. Einmal, um in ein Becherchen zu pieseln, 2 Kniebeugen und einen Sehtest zu machen, und dann nocheinmal, um beim Amtsarzt höchstselbst vorstellig zu werden. Termin Nummer 1 wurde gefühlte achtunddrölfzig mal vom Amt verlegt und ist nun morgen früh um halb elf, Termin Nummer 2 am Freitag abend um 18 Uhr, of all times. Immerhin fällt das in eine Woche, in der die Bandprobe ohnehin flachfällt …

Früher™ ist man für so eine Aktion morgens (ohne Termin, man stelle sich vor!) zum örtlichen Gesundheitsamt gelatscht, danach (quasi mit noch warmem Gesundheits„zeugnis“) direkt zur Zulassungsstelle, und dann war man durch mit dem Thema. Heute muss man sich damit insgesamt drei Tage versauen. So langsam kapiere ich, wie die alten Leute darauf kommen, früher sei alles besser gewesen …