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28 Feb 2008 Snooker-Tipps IVa

Schon in den letzten Snooker-Tipps erwähnte ich, dass die Lernkurve beim Snooker äußerst steil ist. In letzter Zeit stelle ich immer wieder fest, dass sie nicht nur steil ist, sondern sich auch aus mehreren Komponenten zusammensetzt, die sich leider nicht immer analog weiterentwickeln. Kommen wir zunächst mal zum technischen Teil des Spiels.

Erfolgreiches Snooker setzt sich aus mehreren Faktoren zusammen, die selbst von verschiedenen Komponenten abhängen. Da wäre zunächst mal das sichere Lochspiel, also das reine Versenken von Kugeln. Dieses ist eine Kombination aus dem richtigen Winkel bzw. Anspielpunkt des Objektballs – der zu lochenden Kugel – und dem korrekten Krafteinsatz. Den Kraftaufwand kriege ich persönlich nach der Formel »weniger ist oft mehr« mittlerweile immer besser hin. Zudem gilt meist: Je schwieriger der Stoß, umso angebrachter ist es meistens, den Ball so zu spielen, dass er knapp die Tasche erreicht und auf der Kante der Tasche durch den eigenen Schwerpunkt fällt. Manchen knappen Stoß kann man so eher retten. Der korrekte Winkel bzw. Anspielpunkt hingegen ist etwas, das schlicht (Tisch-)Zeit braucht. Hierbei geht es einfach darum, soviele »Musterlösungen« wie möglich abrufbereit parat zu haben und auf die natürliche Fähigkeit, zu zielen, zu vertrauen.

Reines Lochspiel allein bringt im Snooker wenig, es muss um das Positionsspiel ergänzt werden, also die Fähigkeit, den Spielball nach einem Pot so abzulegen, dass auch der folgende Stoß erfolgreich gelocht werden kann und man nicht über eine Safety aus dem Break aussteigen muss. Im Idealfall gelingt dies bereit über den richtigen Krafteinsatz und den sogenannten »natürlichen Winkel«, aber dieser Idealfall ist denkbar selten. Normalerweise wird man gezwungen sein, über die sogenannten Wirkung, also den Einsatz von Stoppball, Rückläufer, Nachläufer oder Effet, den Laufweg des Spielballs nach dem Kontakt mit dem Objektball zu »verbiegen«. Snooker-Coach Terry Griffith hat mal gesagt, so lange Spieler nicht regelmäßig Breaks von 40-50 Punkten spielen, sollten sie auf den Einsatz von Effet (links oder rechts) verzichten. Daran halte ich mich bislang meist, und ich halte diesen Rat auch für sinnvoll. Rück- und Nachläufer ermöglichen es ebenfalls, den Abprallwinkel der Weißen zu beeinflussen, zudem sind diese Wirkungen bereits schwierig genug zu erlernen, da sie stark von der sogenannten Stoßqualität, also der technisch sauberen Ausführung, abhängen.

So weit zu den technischen Faktoren. Der nächste Eintrag zum Thema wird sich mit taktischen Elementen befassen.

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  1. YellowLeds Weblog: Snooker-Tipps IVb (12.03.08, 10:00)

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