< Drittelbeleuchtung | Der rätselhafte Stephen Lee >

17 Jan 2008 Roger Boylan: »Killoyle«

»Schöne Scheiße«, sagte Pater Doyle in seiner unverblümten Art, für die er in ganz Killoyle Nord berühmt war. »Wir werden uns ein Tröpfchen gönnen.«

aus: Roger Boylan: »Killoyle«

An und für sich muss man ein Buch, von dessen Klappen einen dieser Textfetzen angrinst, einfach lieben, vor allem, wenn es in Irland spielt und von Harry Rowohlt übersetzt wurde. Nun ja, aber.

Roger Boylan, irischer Exil-Texaner, kann schreiben, keine Frage. Und die südostirische Kleinstadt Killoyle mit ihren schrulligen Einwohnern gibt auch durchaus genug Lesestoff für diesen und, wie ich annehme, die weiteren 2 Romane der Trilogie her. Aber es ist eine anstrengende Lektüre (316 Seiten in sechs Wochen; Woher ich das so genau weiß? Weil ich es zum Nikolaus bekommen habe.), weil Boylan eine ominöse Stimme aus dem Off nahezu alles kommentieren lässt, und eben das geschieht in ellenlangen Fußnoten. Man springt also permanent von Text zu Fußnote und umgekehrt, und das trägt nicht eben zum Lesefluss bei.

Ein Buch für die, die sich in so etwas verbeissen mögen. Wohl bekomm's.

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