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07 Sep 2007 Facebook - nicht mein Ding?

Ich will ja gerne zugeben, dass ich Facebook so weit ganz witzig und unterhaltsam finde. Sagenhaft Neues kann ich dort allerdings nicht entdecken – klassisches Web 2.0-Ding halt, social networking Community. Ein Account mehr eben. Der ursprüngliche Sinn von Facebook, das Vernetzen mit ehemaligen Mitschülern, Kommilitonen und Kollegen, geht mir einigermaßen am Allerwertesten vorbei, weil das normalerweise bzw. in der überwiegenden Mehrzahl Kontakte wären, auf die ich weitestgehend verzichten kann.

Zu meinen Facebook-Friends habe ich größtenteils auch so Kontakt – über die jeweiligen Blogs, über andere Communities, per Email. So gesehen ist Facebook für mich zunächst mal zusätzlicher »Streß«, d.h. eine Geschichte mehr, die im täglichen Netzabstecher abgeklappert werden will, deren Interface aber für meine Begriffe eher umständlich ist. Zumindest umständlicher, als Blogfeeds im Feedreader und Emails im Mailclient durchzupflügen. Nun ja, ich finde es ja auch schon denkbar unglücklich, dass die primäre Plattform zum Informationsaustausch zu Serendipity ausgerechnet ein Webforum ist ;-)

Ansonsten emfinde ich die Mehrzahl der Applikationen in Facebook als »Spielkram«. Oft unterhaltsamer Spielkram, aber eben nicht mehr als das. Nutzwert habe ich dort bislang vergeblich, allerdings zugegebenermaßen auch nicht sehr intensiv, gesucht. Dem einzigen neuen Kontakt, den ich persönlich bislang dort geschlossen habe, wäre ich ohne Facebook vermutlich auch so über den Weg gelaufen. Überzeugt mich vom Gegenteil, aber irgendwie …

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  1. YellowLeds Weblog: Bye bye, facebook (21.04.08, 19:52)

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  1. * Robert Lender (12.09.07, 00:13):

    Vom Gegenteil kann ich dich nicht überzeugen ;-) Denn Sinn von Facebook und Co. muss wohl jedeR selbst finden (oder auch nicht).
    Ich habe zumindest indirekt – aufgrund meiner Facebook-Beschäftigung und des bloggens darüber – neue Kontakte geknüpft.
    Über S9y mag das durchaus auch gehen aber die schnelle Einrichtung von Gruppen für den Austausch bzw. für bestimmte Projekte halte ich für eine nicht uninteressante Geschichte…
    Solltest du Facebook ganz verlassen weiß ich ja, wo ich dich sonst noch finde ;-)

  2. * Grischa (12.09.07, 03:08):

    “Nun ja, ich finde es ja auch schon denkbar unglücklich, dass die primäre Plattform zum Informationsaustausch zu Serendipity ausgerechnet ein Webforum ist”

    Meinst Du jetzt bei Facebook oder findest Du das s9y Forum unglücklich? Wenn ja: Warum und was wären Alternativen? :-)

  3. * YellowLed (12.09.07, 09:31):

    Hm, das hätte ich wohl näher erklären müssen :-)

    Ich bin generell kein großer Fan von Webforen. Ich ziehe normalerweise Usenet-Newsgroups und Mailinglisten vor, einfach weil ich es vorziehe, Antworten in Ruhe und in einem Mail-/Newsclient zu verfassen als über ein Browserformular.

    Auf der anderen Seite ist eben das nicht jedermanns Sache, somit erreicht das Webforum natürlich eine breitere Menge an Usern. So gesehen mag es in diesem Fall sogar besser geeignet sein. Speziell Mailinglisten wirken auf technisch weniger versierte Benutzer schnell abschreckend.

  4. * Grischa (12.09.07, 11:31):

    Und sie scheinen besser in den Suchmaschinen zu finden zu sein. Ein normaler Benutzer versucht es wahrscheinlich zuerst in Google, wenn er ein Problem hat. Die wenigsten werden dann einen NewsClient starten und die entsprechende Gruppe suchen..

  5. * YellowLed (12.09.07, 11:46):

    Man braucht keinen Newsclient, um in Usenetgruppen zu suchen. http://groups.google.com/ reicht völlig, ist aber den meisten »Normalsurfern« wahrscheinlich vollkommen unbekannt, ebenso die möglichen (fachlich meist sehr versierten!) Informationsquellen, die es bietet.

    Viele Mailinglisten hingegen werden in »normalen« Googlesuchen durchaus aufgeführt.

  6. * Grischa (12.09.07, 11:49):

    Ja, richtig. Ich persönlich benutze natürlich auch Newsgroups. Aber wie Du schon sagst: Die sind offenbar (noch) nicht Mainstream..

  7. * YellowLed (12.09.07, 11:57):

    Ich glaube, das »(noch)« kann man getrost streichen :-)

    Das Usenet war nie Mainstream, und es wird es vermutlich auch nie werden, dafür ist der Zugang zumindest für Privatpersonen mit wenig Technikaffinität einfach zu kompliziert. Einrichtung eines Zugangs, eines Clients, Einhalten der Netiquette und der technischen Konventionen … das ist für den Web2.0-verwöhnten User einfach zu stressig.

  8. * Grischa (12.09.07, 12:02):

    Erschwerend kommt hinzu, dass es kaum noch frei (ohne zusätzliche Kosten) zugängliche News Server gibt.

    Früher habe ich das Uni Netzwerk benutzt, nun muss ich den Arcor News Server nehmen.. Ein normaler Benutzer weiß gar nicht, womit er seinen Client verbinden soll, wenn er schon mal einen installiert hat..

  9. * YellowLed (12.09.07, 12:14):

    Das könnte man dann ja wieder googlen ;-)

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