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04 Sep 2007 Fünfzehn

Fussballer müssen wissen, wieviele Tore sie mal in einem Spiel geschossen haben, selbst wenn es gegen Blau-Weiß Hintertupfing in der F-Jugend auf einem Grandplatz war. Snooker-Spieler haben es da ein wenig leichter, denn die wichtigste Frage in diesem Sport ist: »Was ist Dein höchstes Break?«, wobei man Unwissenden an dieser Stelle vielleicht erklären sollte, dass ein Break eine Punktzahl ist, die durch in Serie korrekt gelochte Bälle entsteht. Schafft man das perfekt, erziehlt also die höchstmögliche Punktzahl von 147, so hat man ein sogenanntes Maximum Break zu Buche stehen. Davon sind mein Snookerpartner Martin und ich Lichtjahre entfernt, aber das macht nichts – wir spielen ja erst seit einem knappen Jahr und auch das nur einmal pro Woche.

Seit heute abend jedenfalls kann ich diese Frage mit einer neuen Antwort beantworten: »Fünfzehn«. Wem das lächerlich wenig erscheint, der möge sich an einen Tisch stellen und es unter gleichen Umständen besser machen – die Lernkurve beim Snooker ist abartig steil. Fünfzehn bedeutet in diesem Fall Rot, Blau, Rot, Schwarz, Rot … und dann kam leider, leider eine sauknapp verschossene Schwarze aus einem perversen Winkel. Nicht zu machen, zumindest nicht für mich. Und es war an keine andere Farbe heranzukommen. Ansonsten wäre aus dem Break mindestens eine Zweiundzwanzig geworden. Und das wäre insofern interessant gewesen, als dass der Meister persönlich, Ronnie O'Sullivan, in seiner Autobiografie über Stones-Gitarrist Ron Wood nicht nur erzählt, dass dieser in seinem Haus einen der schönsten Snooker-Räume überhaupt hat, sondern auch Folgendes (sinngemäß zitiert) preisgibt:

Er ist ein ziemlich guter Spieler, er kann Breaks um die zwanzig Punkte machen.

Tja. Das wär's gewesen, Kopf an Kopf mit Ronnie Wood. Naja, Schwamm drüber.

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  1. YellowLeds Weblog: Five in a row (13.06.08, 22:20)
  2. YellowLeds Weblog: Über den Reiz, die Lernkurve zu meistern (30.10.08, 01:46)
  3. YellowLeds Weblog: Fünfzehn reloaded (04.11.08, 21:27)

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