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27 Aug 2007 Mehr zu Bulletproof

Wie bereits erwähnt: Die wichtigen Details zum neuen Serendipity Template Framework stehen generell drüben auf s9y-bulletproof.com. Kurz zusammengefasst gibt es drei primäre Eigenschaften, die Bulletproof auszeichnen (und auch bereits im Dokumentationsblog ausführlich beschrieben wurden):

  1. Theme options: In den sogenannten Theme options kann der Benutzer verschiedene Features des Templates (und damit des Blogs) selbst über ein komfortables Interface in der Verwaltungsoberfläche konfigurieren und den eigenen Wünschen anpassen. Dabei werden u.a. verschiedene Features abgedeckt, die in den letzten Monaten und Jahren FAQs im s9y-Forum waren und bislang stets manuelles Editieren der Dateien eines Templates erforderten, wie etwa eine individuelle Navigationsleiste oder ein individuelles Banner. All das und mehr ist mit Bulletproof ohne Kenntnisse in XHTML/CSS/PHP/Smarty machbar.
  2. Stabile Basislayouts: Bulletproof bringt »out of the box« sechs Basislayouts mit – klassische Layouts auf Spaltenbasis, wie sie in tausenden von Blogs bereits benutzt werden, die – mehr oder weniger unabhängig von der sonstigen Gestaltung – in allen halbwegs modernen Browsern auf den drei großen Betriebssystemen stabil bleiben.
    Interessantes Detail dabei (für Kollegen und Interessierte) ist übrigens, dass die aktuelle BP-Version 1.0 keine browserspezifischen Hacks benötigt. Wir haben zwar spezielle Stylesheets für IE6 und IE7, welche über conditional comments eingebunden werden, um eventuell in zukünftigen Versionen notwendige Hacks integrieren zu können, aber sie sind derzeit leer. Für mich ist das der »Kneif mich«-Teil an Bulletproof – keine IE-Hacks. Unfassbar.
  3. Solide Codebasis für neue Templates: Ich habe es gerade erst bei dem Layout für mein eigenes und Roberts Blog ausprobiert – es ist eine wahre Freude, auf Basis von BP Templates zu gestalten. Der von BP gelieferte Basiscode in Tateinheit mit den Features, die über die Theme options gelöst sind, nimmt dem Gestalter wahnsinnig viel Kleinkram ab, mit dem man sich sonst herumärgern musste. Man kann sich voll und ganz auf »Farben und Formen« konzentrieren. Ich bin allerdings jetzt schon gespannt, wie viel oder wenig umständlich das mit grafiklastigeren Templates aussehen wird.

Andererseits denke ich nicht, dass nunmehr alle neuen s9y-Templates auf Bulletproof basieren sollten – das wäre ein Stillstand in der Template-Entwicklung, die wir nicht möchten. Es muss weiterhin innovative Templates wie Carl Galloways Hemingway port oder Alp Uckans adaption geben, es muss Aufgabe der Template-Entwickler sein … nun ja, »to boldly go where no template has gone before«, sozusagen. Und sei es nur zum »proof of concept«.

Das Projekt Bulletproof war in vielerlei Hinsicht speziell. Es war vermutlich die längste Entwicklungszeit, die je ein s9y-Template hatte (sieben Monate), unter anderem beeinflusst durch viele Stolpersteine. Es ist meines Wissens das einzige Template für Serendipity, an dem drei Entwickler gemeinsam gewerkelt haben, noch dazu unterstützt von fleißigen Helfern außerhalb des eigentlichen Entwicklungsteams. Sehr hilfreich war dabei die Bereitschaft verschiedener s9y-Entwickler, allen voran natürlich Garvin, Änderungen am s9y-Code vorzunehmen, um uns für Bulletproof neue oder verbesserte Features zu ermöglichen. Diese Zusammenarbeit zwischen Codern und Templategestaltern hat vieles in BP erst möglich gemacht (z.B. die austauschbare Headergrafik oder die colorsetspezifischen XML-Icons), und diese Arbeitsweise sollte beispielhaft für zukünftige s9y-Projekte sein. Es gibt leider unter den Gestaltern wenige bis keine mit PHP-Kenntnissen und Einblick in den Serendipity-Code, daher sind die meisten Gestaltern auf diese Hilfe angewiesen – ebenso sollten sich Coder nicht scheuen, z.B. Gestalter in Pluginprojekte einzubinden, um effizientere Vorlagedateien anbieten zu können.

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