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23 Aug 2007 Clemens Meyer: »Als wir träumten«

Daniel, Paul, Rico, Mark, Stefan und der kleine Walter wachsen auf in Leipzig – vor, während, aber vor allem nach der Wende, und zwar nicht in den versprochenen »blühenden Landschaften«, sondern im Dreck, in der Asche einer am Boden liegenden Gesellschaft, die scheinbar noch dazu mit den Füßen getreten wird. Die von der Revolution entlassenen Jungpioniere treten zurück, sie kratzen, beißen und treten, um sich ihren Teil vom Leben zu sichern. Sie klauen Autos, prügeln, brechen ein. Sie feiern, saufen und werfen ein. Sie treffen junge Mädels und alte Frauen, alte Stasis und neue Nazis. Trotz aller Schwüre, wie Brüder zusammenzuhalten, verlieren sie sich dabei doch immer mehr – an den Knast, an die Drogen, an den Tod.

Clemens Meyer zeichnet das Bild einer Generation junger Männer voller Wut auf das Leben, das System und das andere System. Er zeichnet die rauhe Schale und den weichen Kern, die harten Schläger und die weichen Denker, und all das ganz ohne ein Fünkchen Ostalgie. Direkt und authentisch, weich und sensibel. Meyer – den Namen müssen wir uns mal merken, irgendwie.

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