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07 Aug 2007 Annie Proulx: »Postkarten«

Nach einem schrecklichen Verbrechen verlässt Farmersohn Loyal Blood kurz vor Ende des zweiten Weltkrieges überhastet die elterliche Farm in Vermont. Rastlos zieht er durch die USA, verrichtet jede nur denkbare Arbeit, um sich eines Tages den großen Traum von der eigenen Farm erfüllen zu können. Sein einziger Kontakt zur Familie besteht in – ohne Antwortadresse – nach Hause geschickten Postkarten. Das Leben auf der Farm geht natürlich weiter, doch davon bekommt Loyal in all den Jahren seiner Wanderschaft nichts mit. Während sein Vater Mink, seine Mutter Jewell, sein Bruder Dub und seine Schwester Mernelle unterschiedliche Lebenswege beschreiten, verarmt und verwahrlost der ruhelose Wanderer zusehends.

Dieser Roman hat Annie Proulx als bislang einziger Frau überhaupt den PEN/Faulkner Award eingebracht. Ihr Roman ist stets überraschend, trotz der vielen Handlungsstränge erst am Ende ein wenig konfus (da wollte jemand fertig werden, scheint mir) und angenehm direkt, stellenweise schon derb. Es ist definitiv und durchgehend fesselnd, was Annie Proulx aus dem Leben einer einfachen Farmerfamilie in Vermont macht.

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