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20 Apr 2007 Sleepless in Ostholstein

Jawollja, die Uhrzeit dieses Eintrages ist akkurat. Dreiuhrsechsundzwanzig war es, als ich zu schreiben begann – sowas nennt man zunächst eine Zeitlang »Nachteule«, die Frage ist halt, wann daraus »Schlafstörung« wird …

Ein Zimmer weiter schnorcheln die Liebste und der olle Hund um die Wette (ich verrate jetzt nicht, wer lautstärker schnorchelt …), und ich treibe mich immer noch am PC rum, obwohl es eigentlich ein anstrengender Tag war (ein paar Photos eventuell morgen). Aber eben kein langer – gestern war Nachtschicht bzw. eigentlich eher Spätschicht, und genau da liegt des Pudels Kern.

Wer nachts arbeitet, ändert automagisch seinen Rhythmus – nicht nur den des Schlafens, sondern auch und vor allem den des Lebens. Das mag schwer zu glauben sein, aber ich zumindest gehe nicht direkt ins Bett, wenn ich von der Spät- (so zwischen halb zwölf und eins) oder Nachtschicht (zwischen vier und fünf) komme. Ich brauche ein, gerne auch mal zwei und in harten Fällen auch mal drei und mehr Stunden, um »runterzufahren«, den Arbeitstag ad acta zu legen und so weit abzuschalten, dass an entspannte Nachtruhe zu denken ist. So kommt's dann, dass man am folgenden Tag bis mittags schläft, kaum noch was gebacken bekommt, und in der folgenden Nacht zur Geisterstunde putzmunter ist.

Sowas hört sich cool an, und das ist es zum Teil auch – nachts auf sein, wenn alle Welt schläft. Keine Frage, für bestimmte Tätigkeiten ist das super. In Ruhe was am Rechner basteln, ohne Störendes vom Rest der Welt, das geht prima morgens um halb drei. Einkaufen oder Ämtergänge hingegen sind um diese Uhrzeit zwecklos. Hat man sich dann so weit erhoben, ist der Tag im Allerwertesten, wenn man erstmal in die Gänge gekommen ist. Klar, es hält einen niemand davon ab, diesen Rhythmus zu durchbrechen und trotz der nächtlichen Werktätigkeit zeitig aufzustehen – easier said than done, das ist bei mir zumindest eine Frage des Tagesform. Whatever, ehe das hier noch zum Jammerblog wird, gehe ich mal lieber schlafen oder so. Dreiuhrvierzig, Mahlzeit.

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2 Comments

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  1. * Pleitegeiger (20.04.07, 11:04):

    Kenn ich. Wenn ich nachts noch auf nem Termin war, ist es auch meist egal, wann ich heimkomme – ich muß dann auch erst mal “runterfahren”. Das ist wohl völlig normal. Wenn man einen ganz normalen Job von 7 bis 16 Uhr hat, geht man ja auch nicht direkt nach Feierabend ins Bett… ;-)

  2. * YellowLed (20.04.07, 11:29):

    Meine Worte – und selbst wer 9-17 arbeitet, kriecht nicht um 18 Uhr in die Federn. Aber dass sich das dann immer tagelang halten muss … nun ja, ein bis anderthalb Stündchen waren mir vergönnt, bis meine Holde und damit ich ebenfalls aufstehen musste. So ist das, wenn man nicht zusammen wohnt. Und der Kaffee ist schon wieder alle, hmpf.

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