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25 May 2005 Selim Özdogan: "Nirgendwo & Hormone"

So. Nun bin ich endlich "durch" mit Herrn Özdogans Gesamtwerk, denke ich.

Dieser Roman bestätigt einfach nur meine alte Theorie, dass Bücher mit interessanten, leicht schrägen Titeln (als Vergleich fällt mir "Die älteste noch lebende Rebellenwitwe erzählt" ein) - meistens - sterbenslangweilig sind. In diesem Fall ist mir die Story einfach zu wirr, an den Haaren herbeigezogen und abwegig, um mich wirklich auf sie einzulassen.

Irgendwie auch nicht sehr Özdogan.

Durchgefallen.

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7 Comments

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  1. * Andi (06.03.06, 20:02):

    Sorrry, aber dann hast du den Fehler begangen und dich auf die reine Beschreibung der Natur konzentriert, die dich wahrscheinlich immer mehr gelangweilt hat…Ding müssen nicht immer spektakulär sein um zu treffen…meistens reichen die kleinen Stiche aus um Beziehungen auf Dauer zu zerstören, warum nicht auch mal um Bewertungen positiv ausfallen zu lassen??

    Finde deine Bewertung an den Haaren herbeigezogen und unwirklich…dieses Buch verbirgt mehr als du erkannt hast, erkenn das!

    Gruß

    Andi

  2. * YellowLed (06.03.06, 20:36):

    “An den Haaren herbeigezogen” ist bestenfalls die Unterstellung, mich habe etwas an dem Buch gelangweilt, auf das ich gar nicht eingehe.

    Ich äußere hier meine subjektive Meinung, welche in diesem Falle negativ ist. Deine ist offensichtlich eine andere, das sei dir unbenommen. Thema erledigt.

  3. Anonymous (09.03.06, 17:31):

    Ja, dieses meinte ich ja. Wie kann ich ein Buch, vielmehr die Story bewerten, aber keine Beispiele nennen?!
    ok anders, was hätte denn anders sein müssen, damit es dir gefallen hätte?

    Außerdem: Spielt diese Verwirrung nicht das alltägliche, heutige Leben wieder? Wo haben wir denn noch Zeit wirklich zu reflektieren und in uns hinein zu horchen?
    Ich halte dich für eine gebildete Person. Daher schockt mich noch mehr diese “viel zu einfache” Bewertung”...
    Das Buch ist in seiner Komplexität einfach und zugleich tiefgehend. Das bekommt man nicht leicht hin und sieht man nur mit einem neutralen, vielmehr “sensibilisierten” Auge

  4. * YellowLed (09.03.06, 18:44):

    Okay, zum einen: Was hätte anders sein müssen, steht durchaus in dem Beitrag. Normalerweise schreibt Selim Özdogan genau die Sorte Geschichten, die mir gefallen – solche, die in der täglichen Realität spielen. Dinge, die mir und dir und vielen anderen passieren könnten und passieren. Eben das ist in diesem Fall nicht so, und mein Eindruck ist auch durchaus nicht, dass diese Geschichte komplex ist. Eher (wobei auch das mein rein subjektiver Eindruck ist) konstruiert es durch die abstruse Story eine Pseudokomplexität.

    Es ist eine sehr kurze Rezension, das stimmt. Das kann und muss ich nicht erklären. Wobei ich sicherlich im Vergleich der Buchrezensionen bei negativen Bewertungen dazu neige, mich kurz zu fassen. Möglich, dass das in diesem Fall schlicht daran lag, dass ich Selim Özdogan ansonsten wirklich schätze, weshalb mich dieser Roman eher enttäuscht hat. Mit Menschen, die man schätzt, geht man eben wohlwollend um, in diesem Fall mag sich das Wohlwollen in Kürze geäußert haben.

  5. Anonymous (09.03.06, 20:43):

    Ok, ich sehe wir kommen langsam zu einer Basis :)
    Wenn dich dieses Thema allerdings eher stresst lassen ich es ab jetzt… Zu den Büchern die Selim sonst schreibt: ja die sind VIELL. realitätsnäher, aber hast du mal versucht bei “nirgendwo …” HINTER die Fassaden zu schauen? Bestimmt, wenn du ihn magst. Dann hätte dir auch folgendes auffalen müssen, nämlich das diese Geschichte, auf jeden Fall eher einer von der Form her, WildWest-modern-fight-Story gleicht, ALLERDINGS versteckt und teilweise sehr offensichtlich, sehr alltägliche Dinge berührt werden, mit die jeder als Selbstverständlichkeit umgeht, z.B. funktionierende Familie; Bezehungsfähig, bzw. fähig Gefühle zuzulassen, sich selbst zu analysieren und zu hinterfragen, das Leben nicht so schwer zu nehmen wie es ist, ohne die Leichtigkeit zu verlieren die in dieser Zeit immer mehr ins marginale abgedrängt wird…Das soziale Problem vom Kapitalismus ist nicht, das jeder Geld braucht und dafür etwas tun muss, sondern das die Persönlichkeit in den Hintergrund tritt, der MEnsch die Maschine…
    Das sind mit eines der wichtigsten Aussagen in diesem Buch (meine Meinung)
    oder kannst du da so gaar nichts mit empfinden?

    gruß

  6. * YellowLed (09.03.06, 21:13):

    Wie gesagt: Mir persönlich ist das zu gut versteckt (“Verlegt wie bei Suhrkamp. Unauffindbar.” hätte Wolfgang Neuss gesagt).

    “Eher stresst” trifft es nicht so richtig – aber wir reden hier immerhin über ein Buch, dass ich vor 10 Monaten gelesen habe … :-)

  7. * Andi (13.03.06, 00:41):

    Man merkt du möchtest dich langsam nicht mehr wirklich mit der Thematik bzw. meinen Kommentaren auseinander setzen :)

    egal, viell. findest du ja beim nächsten Buch mehr offensichtliche Stränge und Infos…

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