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29 Mar 2005 Peter Høeg: "Der Plan von der Abschaffung des Dunkels"

"Uffz" - das denke ich eigentlich immer, wenn ich mich mal wieder durch ein Buch von Peter Høeg gequält habe.

Der Mann schreibt toll, wenn auch sehr anstrengend und in diesem Fall hart an der Grenze zum Kryptischen - möglicherweise aufgrund der stark autobiografischen Züge. Ich nehme an, dass für ihn das Schreiben ähnliche Arbeit ist wie für den Leser das Lesen - derart faktendichte Romane mit annähernd journalistischem Recherche-Aufwand zu schreiben, muss Arbeit sein. Ein gnadenloses Schulsystem, welches man selbst durchlaufen hat, anzuklagen ebenfalls. Dabei noch über die Zeit und die verschiedenen Theorien dazu zu philosophieren, kommt schon einem Kraftakt gleich.

Der Ich-Erzähler Peter, seine heimliche Liebe Katarina und sein Freund August kommen an eine renommierte Privatschule. Welcher große Plan mag dahinter stecken, verhaltensgestörte Kinder wie die Drei in eine solche Schule zu integrieren? Kann es einen Weg aus dem Gefängnis aus Bestrafungen und psychologischen Tests geben? Und welche Rolle spielt die Zeit dabei?

"Peter Høegs neuer Roman geht unter die Haut" schreibt der Klappentext - und hat verdammt Recht. Anstrengend, aber gut.

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