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29 Mar 2005 Selim Özdogan: "Mehr"

Selim Özdogan ist meiner Meinung nach sozusagen der Fatih Akin unter den Autoren. Ein sogenannter "Deutsch-Türke", künstlerisch tätig und enorm talentiert. Kann es da noch Zufall sein, dass die Herren bereits erfolgreich zusammen gearbeitet haben?

Sein "Schicksal" als mehr oder weniger erfolgreicher Autor hat Özdogan in einen Roman gegossen - "Mehr", die Geschichte eines deutsch-türkischen Autoren, gefangen zwischen Schaffens- und Identitätskrise, Freundschaften, die längst keine mehr sind, und natürlich zwei Frauen.

Das allein wäre noch nicht unbedingt etwas Besonderes. Doch Özdogan beherrscht etwas, was die wenigsten "jungen" Autoren können, geradezu meisterhaft: den Spagat zwischen Popkultur und literarischem Anspruch. Ihm fließend geradezu poetisch bildhafte Passagen aus der Feder - und im nächsten Moment wird er dermaßen direkt, dass Bukowski seine wahre Freude gehabt hätte, ohne jedoch um der Direktheit Willen obszön zu werden.

Dieses Buch ist hinreißend schön. Lesebefehl, alle Mann. Hopp.

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  1. YellowLeds Weblog: Lesebefehle: Die ersten Zehn (17.06.08, 08:31)

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