22 Feb 2006 Juli Zeh: "Spieltrieb"
Ada ist "Die Neue" an einem Bonner Gymnasium. Sie ist hochintelligent, ignoriert gängige Schönheitsideale, glaubt an nichts und ist damit eine Außenseiterin an der schicken Privatschule. Das ändert sich erst als der rätselhafte Alev an die Schule kommt. Ada ist fasziniert von ihrem intellektuellen Gegenspieler, der sie alsbald in ein "Spiel" um Verführung und Erpressung verstrickt, welches auch den Deutschlehrer Smutek einschließt. Als aus Spaß Ernst wird, stellt sich die Frage, wer in diesem Dreieck eigentlich gegen wen und wer mit wem spielt.
Juli Zehs Roman fällt unter den zeitgenössischen Autoren aus dem Rahmen: Er ist nicht bunt, sondern eher dunkel. Sie erzählt nicht rasant, sondern lässt der Geschichte Zeit, sich zu entfalten. Die Sprache ist nicht hip und trendy, sondern eher literarisch bis wissenschaftlich, dennoch ist die Story stets auf der Höhe der Zeit und mit aktuellem Bezug, dabei auch noch mit der akribischen Tiefe eines Peter Hoeg recherchiert und immer fesselnd.
Kurz: Richtig gut. Lesebefehl.





Erinnert mich ein bisschen an diesen Film, Wild Things, wobei ich von dem Film auch nicht viel erinnere außer natürlich “Semi-Charmed Life”.
Also, das Einzige, woran ich mich bei “Wild Things” erinnere, ist eindeutig Neve Campbell … RRRR! :-)