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16 Feb 2006 Chris Paling: "Sendepause"

Maurice Reid fristet ein relativ fades Dasein als Rundfunk-Redakteur (BBC, I presume), dahinvegetierend zwischen neurotischen Kollegen und wechselnder Behelligung (aber keinesfalls Erhellung) durch Anrufbeantworternachrichten und E-Mails. Er gehört zum alten Eisen des Senders, seine Frau hat ihn für eine Frau verlassen und seine Freundin für einen Auslandsjob. Von konstanter Traurigkeit gelähmt, taumelt Maurice durch das Leben, auf der Suche nach dem, was er verloren hat.

Stopp.

Ja, genauso langweilig wie diese Zeilen ist der Roman auch. Paling sei, informiert uns der Klappentext, "gefördert von Nick Hornby", ein Vertreter der "Brit-Lit, deren Autoren mittlerweile auch aus dem deutschen Literatur- und Theaterbetrieb nicht mehr wegzudenken" seien.

Ich hoffe sehr für den deutschen Literatur- und Theaterbetrieb, dass diese Aussage einem Amok laufenden Klappentext-Dichter zuzuschreiben ist ...

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