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30 Jan 2006 Vermisste Linux-Anwendungen

Erste Ergebnisse einer Umfrage des Linux-Branchenriesen Novell zeigen, welche Anwendungen den Benutzern unter Linux "fehlen". Die Top 5 bilden dabei:

  1. Quickbooks (Buchhaltung)
  2. AutoCAD (CAD)
  3. Photoshop (Fotobearbeitung/Grafik)
  4. iTunes (Apples MP3Online-Jukebox/Musik-eShop)
  5. Dreamweaver (Webeditor)

(Via heise, infojungs und golem.)

Mit Ausnahme von iTunes kann das eigentlich nur Business-Anwender betreffen (was durchaus im Sinne einer Novell-Umfrage ist, denn das sind natürlich die Kunden, auf die Novell aus ist) - die wenigsten Privatnutzer dürften zumindest Verwendung für Quickbooks oder AutoCAD haben, zudem sind alle vier anderen Programme einigermaßen unerschwinglich.

Privatanwender sollten sowohl Photoshop als auch Dreamweaver anderweitig ersetzen können. Anstelle von Photohop nehme man GIMP, auch wenn es ein gewöhnungbedürftiges Interface hat (hey, fast alles an Linux ist für den Windows-Umsteiger gewöhnungsbedürftig!) und speziell in Sachen Filter nicht ganz mit dem großen Vorbild mithalten kann.

Webseiten, Stylesheets usw. bearbeitet man am besten mit dem "Lieblings-Editor". Als Alternativen stehen spezielle HTML-Editoren wie etwa Bluefish oder Quanta bereit. Wer partout einen WYSIWYG-Editor braucht (auch wenn das meist zu unschönem, nicht validem HTML führt), der möge einen Blick auf NVU werfen.

Zudem sollte man nicht vergessen: Linux und nahezu alle seine Anwendungen sind nicht nur Open Source, sondern meist auch Freie Software. Was nichts anderes heißt, als dass diese Programme nicht von bezahlten Entwicklern, sondern "freiwilligen Helfern" entwickelt und gepflegt werden, meist unentgeldlich und in der eigenen Freizeit. Wenn man GIMP unter diesem Aspekt mit Photoshop vergleicht, verändert sich das Licht, in dem beide stehen, ein wenig ...

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10 Comments

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  1. * pug_tux (30.01.06, 15:14):

    Linux und Finanzverwaltung!?
    Wer das Bunte Lexware gerne bedient und sich immer mehr über irrwege freut, unbedingt auf das neuste XP deswegen umsteigen muß .... .... ...., der will eigentlich nicht ein anderes Betriebssystem sondern in seiner vorgesetzten umgebung bleiben (geh mal in den Media Markt und kauf einen PC und bestehe aber auf ein Linux Betriebssystem). grinsszz

    Nutzt man Linux (egal ob SuSE, RedHat, Ubuntu etc), geht mal Opjektive an die suche (mal weg von dem fertig Vorserwirten), dann findet man schnell geeignete Programme.
    Zur Buchhaltung kann man das recht gut gelungene “lx-office” verwenden (zufinden unter www.lx-office.org)
    CAD Anwendungen, sind auch sehr gute für Linux auf dem Markt, wie z.B. VariCad (findet man unter www.varicad.com).

    Über die Grafik bearbeitung brauchen wir wohl nicht zu Diskutieren, Gimp ist da aller erste Wahl :)

    Stellt sich die Frage, was für Ausreden oder Vorwände werden da noch gebraucht oder gesucht???
    Welche hohen Kosten enstehen bei der Umstellung auf ein Linux System (KDE läßt sich genau so Intuitive bedienen wie ein M$ System).

    Jetzt IHR!

  2. * YellowLed (30.01.06, 19:37):

    Eigentlich nur zwei Einwände: Es ist schon ein Unterschied, ob sich ein Privatanwender mit lx-office (welches ich allerdings nicht kenne) “behilft”, oder ob z.B. jemand, der gewerbsmäßig Fotos bearbeitet, auf Photoshop verzichten muss (allerdings benutzen solche Leute ohnehin einen Mac).

    Zum zweiten ist KDE (alternativ Gnome, welches ich bei weitem bevorzuge) sicherlich ebenso intuitiv zu bedienen wie die Windows-Oberfläche. Aber der Kern, der unter KDE liegt, ist es nicht. Das stört nicht weiter, wenn der Anwender reiner Anwender ist. Wenn er jedoch gleichzeitig sein eigener Systemadministrator ist, sieht die Sache anders aus.

    An einem perfekt eingerichteten Linux-System mit KDE (bzw. Gnome) kann jeder User intuitiv arbeiten, so lange er für alle Aufgaben grafische Oberflächen vorfindet. Die wahre Stärke von Linux aber liegt “unter der Haube”, und dort unterscheidet es sich (durch die Unix-Verwandtschaft) z.T. erheblich von Windows.

  3. * pug_tux (31.01.06, 00:44):

    Ich gehe mal davon aus, das nicht jeder alles kennt, was an Weicherware auf dem Markt ist :-)
    Lx-Office ist ein sehr gutes Buchführungs Programm (mit Online Test Acount für Realen Buchungs Test). Wir selbst haben das Lx System in unserem Marketing Unternehmen im Produktivem Einsatz.
    Lx-erp für Waren Ein/Ausgang, mit Bestellung, Rechnung usw. sehr Strukturiert aufgebaut.
    Lx-crm für die gute Kunden Pflege mit Notiz zu Gesprächen (Datum, Uhrzeit usw.). So verpaßt man auch keine kleinigkeit.

    Wie gesagt, Strukturiert und Produktive eingesetzt. Ach, ja, das ganze ist free (kostenlos bzw. freiwillige Spende).

    Thema Foto: Sicherlich richtig, Profis bleiben da beim Mac. Performence heißt dort die Devise.
    Man kann ja Test weise mal zwei Gleisig fahren um die Möglichkeiten von Gimp zu erproben. Ich lasse es daher mal so im Raum stehen.

    Was die bedienbarkeit des letzt endlichen User betrifft (ich habe auf meinem KDE Desktop mindesten 2 Konsolen offen), Computer Blöd erzählt dem DAU ja genau, wo er was Tippen und Klicken muß in der Windows Registry. Obwohl er dann garkeine Ahnung davon hat, was er da gerade verbigt. Komisch, da beschwert sich dann keiner über das Mangelnde Komfor bedien und will ja dann doch nicht Windoows.
    Bei einem Linux System aber wird sofort los gejammert (mußte ja erst Konfigurieren) ... ... ...gut, bleib sachlich, es ist einfach zu Installieren, einfach auch für ungeübte zu bedienen und wer Lesen kann, kann auch das ein oder andere Schmakerle selbst hinzu fügen.

    Unter der Haube, kann man im eigentlichen Sinne nicht mit dem Redmonder Motor vergleichen (verlieren wir aber darüber mal nicht so viele Buchstaben, sonst geht mir gleich wieder die Tastaturtinte aus)

    Na, denn, good Evening

  4. * André (30.01.06, 16:10):

    iTunes als MP3-Shop zu bezeichnen ist gleich doppelt falsch. Im iTunes Music Store kauft man keine MP3s, sondern AAC-codierte Musik. Und die Hauptfunktion dürfte für die meisten immer noch die Jukebox sein, zumindest bezweifle ich das jemand iTunes mehr zum Musik kaufen als zum Musik hören benutzt ;-)

  5. * YellowLed (30.01.06, 19:27):

    Mea culpa. Ich habe weder einen iPod noch iTunes, was allerdings nicht an einer mangelnden Linux-Alternative zu iTunes liegt … :-)

  6. * frank.s (14.12.06, 18:19):

    Es gibt eine Alternative zu iTunes: Amarok.
    Mehr dazu in der Wikipedia oder bei Amarok, siehe Homepage. Amarok bietet viel mehr als iTunes und läßt sich meiner Erfahrung nach auch besser bedienen. Selbst einen iPod kann man mit Amarok mit Musik bestücken. Ansonsten gibt es natürlich noch Rhythmbox, das Gnome Projekt. Ganz zu schweigen von XMMS dem Winamp Klon und vielen sinnvollen Shelltools wie cmus oder ogg123/mpg123.
    Viel Spaß mit der Musik auf deiner Linux Distribution.

    frank.s

  7. * Sven (24.01.08, 13:18):

    Hallo, ich denke solange man mit Linux nicht aufwendige und aktuelle 3D games zocken kann, wird sich Linux nicht durchsetzen.
    Mal ehrlich, warum werden die Rechner immer Leistungsfaehiger ?
    nicht Photoshop, oder irgendwelche Buchhaltungsprogramme, nein, 3 D Games sind der Antrieb fuer die Hardware Industrie.
    Auch Windows optiemiert Vista fuer multimedia ( DX10 ), und auch wird die Leistungsfaehigkeit in Fachzeitschriften meistens mit 3D benchmarks getestet.
    Ich waere gluecklich wenn man mit Linux zocken könnte ( crysis, Halflive, counterstrike) den windows nervt total, nicht stabil genug und verbraucht zu viel resurcen fuer sich selbst.

  8. * YellowLed (24.01.08, 14:34):

    Bist Du Dir der Tatsache bewußt, dass es nicht nur wahnsinnig viele Anwender gibt, die auf (3D-)Spiele problemlos verzichten können, sondern dass Linux weltweit auf etlichen Maschinen läuft, die völlig andere Zwecke erfüllen und z.T. nicht einmal eine grafische Oberfläche benötigen? (Stichwort Webserver.)

    Es ist sicherlich richtig, dass ein Großteil der (aktuellen) Hardwarekomponenten nahezu ausschließlich durch den Ressourcenbedarf aktueller PC-Spiele verkauft wird, aber inwiefern davon abhängen soll, ob Linux sich »durchsetzt« (was es längst hat), ist mir einigermaßen schleierhaft.

  9. * Sven (26.01.08, 02:40):

    Ich denke einfach nur, das kids und Jugendliche mit Windows ihre ersten Computer erfahrungen machen ( spiele auf vatis PC ), weil eben die meisten Haushalte Windws PC’s nutzen.Auch die meisten Schulen bieten nur Windows PC’s.
    Ich weiss das im proffessionellen bereich Linux längst etabliert ist, aber im Mainstream eher nicht, den dort wird der PC zu einem hohem teil zum zocken verwendet.
    Eine frage an die Profis, ist es sinnvoll einen HTPC mit Linux zu betreiben ( HD-TV, Dolby Digital, DTS , HDMI, HDCP usw) oder muss ich Windows daür nehmen? Wenn ja, was für Vorteile hätte ich, ausser dem Anschaffungspreis.

  10. * patrick (08.02.09, 13:15):

    Photoshop funktioniert unter Wine.
    Die Linux Anwendung “Krita” ist dem Photoshop sehr ähnlich- ich komme damit gut zurecht. Gimp ist mächtig aber gewöhnungsbedürftig- am Besten ein Buch dazu kaufen.Dreamweaver funktioniert mehr schlecht wie recht und das ist tatsächlich noch ein Mangel. NVU ist bereits recht gut, kommt aber nicht an Dreamweaver ran.
    Zum Thema I- Tunes:
    Sehe es doch als Vorteil, daß auf Linux solcher Unfug wie I- Tunes, AOL oder T- Online Software nicht funktioniert. Solchem Zeug unterstelle ich: Beschädigung des Systems bei Deinstalltion, Spywarefunktionen, zu hoher Recourcenverbrauch.
    Spiele mache ich fast nie und kann daher keine Erfahrungen einbringen

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