26 Oct 2010 Neu in meinem Anwendungsmenü

Eine neue Ubuntu-Version nehme ich immer zum Anlass, über den Tellerrand der Anwendungen, die man täglich benutzt, zu gucken und zu schauen, ob es etwas Neues gibt, das bestimmte Dinge leichter, besser oder schöner macht. Die Veröffentlichung von Ubuntu 10.10 „Maverick Meerkat“ hat dabei Folgendes in mein Anwendungsmenü gespült:

  1. postr: Ein sehr simples Upload-Tool für flickr – lokale Datei auswählen, Titel, Beschreibung, Tags und evtl. Zugehörigkeit zu einem Set angeben, hochladen; handhabt zudem Gruppen, die Einstellungen zur Privatsphäre und zeigt an, wie weit man ggf. sein monatliches Limit ausgeschöpft hat.
  2. Shotwell: So gesehen nicht neu, da ich es schon in den Paketquellen hatte, bevor es offiziell in Ubuntu Einzug hielt. Fotoverwaltung inklusive Import von Digicam/Speicherkarte und Tagging.
  3. Back in time: Time Machine für Linux. Letztlich nur ein Frontend für rsync, für mich aber mit leicht veränderter Backup-Strategie einfacher zu handhaben als per cron automatisierte rsync-Aufrufe.
  4. Docky: Ein zugegeben auch sehr OSX-artiges Dock (siehe Desktop-Screenshot weiter unten), dass (mit den Faenza-Icons) nicht nur gut aussieht, sondern auch für Platz auf dem Desktop sorgt, wenn man es sich automatisch verbergen lässt – ich brauche mit Docky nur noch ein Panel.
  5. Shutter: Die eierlegende Wollmilchsau unter den Screenshot-Tools. Dieses Programm kann alles und mehr, was man rund um Bildschirmfotos braucht oder auch nicht braucht, inklusive Screenshots von ganzen Webseiten, weshalb es bei mir ein Firefox-Plugin arbeitslos gemacht hat.

Screenshot

Und so sieht der Maverick-Desktop (inklusive anderem Desktop-Wallpaper bei mir auf dem Thinkpad aus:

Bildschirmfoto meiner Arbeitsfläche

Falls noch jemand neue, interessante Anwendungen in Ubuntu 10.10 neu entdeckt hat: Immer raus damit.

19 Oct 2010 Fotopedia

Wenn man anfängt, sich mehr mit Fotografie zu befassen als „point & shoot“, gibt es eine Menge Wissen, das man sich aneignen kann und sollte. Natürlich kann man auch mit einer „besseren“ Kamera im Vollautomatik-Modus bleiben, dann werden aber die Ergebnisse nur eher zufällig zufriedenstellend sein.

Jetzt kann man natürlich zig Fotobücher anschaffen und wälzen – es müssen noch nicht einmal unbedingt die allerneuesten sein, denn das absolute Basiswissen hat sich zwischen Filmrolle und Sensor nicht entscheidend verändert. Aber wir haben ja dieses neumodische Internetz.

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16 Oct 2010 Inspiration - CSS-Galerien

Neulich™ fiel mir auf, dass ich viel zu wenig CSS-Galerien in meinem Feedreader verfolge. (An dieser Stelle nochmals danke allen, die meine Anfrage auf twitter mit sachdienlichen Hinweisen beantworteten, speziell an Marc, von dem eine längere Liste kam.)

Inspiration durch die Arbeit anderer Netzgestalter ist äußerst wichtig – allerdings sind Dubletten in verschiedenen Galerien eher die Regel als die Ausnahme, also muss man ein wenig vorsortieren; auch, um nicht in der Menge die wirklich guten Arbeiten zu übersehen. Daher habe ich für mich die Auswahl auf die folgenden fünf Seiten (ohne Gewichtung oder Rangfolge) eingedampft:

Dabei war mir u.a. auch wichtig, dass sich die Feeds dieser Seiten (die Galerien an sich besuche ich praktisch gar nicht) gut nutzen lassen, also ein (idealerweise direkt auf die Seite, nicht auf den Galerieeintrag) verlinktes Vorschaubild enthalten, was leider längst nicht bei allen Galerien der Fall ist. Auch zu kleine Vorschaubilder ergaben Abzüge in der B-Note, ebenso eine klare Bevorzugung von Seiten ähnlicher Machart – Inspiration ist (auch) Vielfalt.

Ich sage nicht, dass das die „ultimativen“ oder besten CSS-Galerien sind, um Inspiration zu finden – es sind die, die für mich am besten funktionieren.

10 Oct 2010 OS-Extremismus

Etwas, das mich schon unglaublich lange stört, ist Betriebssystem-Extremismus bzw. das Bedürfnis, sich für sein OS zu entschuldigen – insbesondere, aber nicht nur von Neulingen in Linux-Foren und auf Mailinglisten. Da ist dann die Rede von „Windoofs“, das man ja noch benutzen müsse, weil man auf Anwendung XY angewiesen sei, für die leider, leider kein passender Ersatz verfügbar sei.

Liebe Leute, es gibt – grob gesagt – drei verbreitete Betriebssysteme auf dem Markt: Windows, Unix/Linux-artige und Mac OSX (was letztlich auch Unix-basiert ist, aber lassen wir das). Alle haben Vor- und Nachteile, Tücken und Macken und Einsatzgebiete, für die sie besser und schlechter geeignet sind. Zumindest auf Anwenderebene ist keines von ihnen „besser oder schlechter“ per se. (Aus Sicht der Systemarchitektur oder Implementation mag man darüber eher streiten können, aber diese Sicht interessiert mich als Anwender herzlich wenig.)

Benutzt das, womit Ihr arbeiten könnt, für das, was Ihr damit machen wollt, und hört vor allem auf, Euch dafür zu entschuldigen.

Ich für meinen Teil benutze (Ubuntu) Linux und Windows (7), und ich halte es nicht für ausgeschlossen, dass sich eines Tages Mac OS hinzu gesellen wird. Warum auch nicht? Vielfalt ist toll.