29 Jun 2009 Ein Schritt weg von Google

Mehr aus einer Laune und einem Hauch Spieltrieb heraus kümmert sich ab heute Piwik um die statistische Erfassung der Zugriffe auf meinen Webseiten und diesem Blog. Google Analytics habe ich bereits rausgeworfen.

Robert hat bereits genügend gute Gründe genannt, warum man Piwik benutzen möchte, es dürfte auch jedem halbwegs klar sein, warum man einen kleinen Kloß im Hals haben sollte, wenn man dem Suchmaschinenriesen noch mehr Daten zuschanzt als ohnehin schon.

Piwik überzeugt (mich zumindest) durch simple Einrichtung, übersichtliche Darstellung der gewünschten Daten und streßfreie Handhabung.

29 Jun 2009 DVD-»Ersatz«: MKV mit Untertiteln

Komprimiertes Video wird immer wichtiger im „Pantoffelkino“. Ob man nun gemütlich am Laptop oder am Fernseher, welcher (wie bei mir seit einiger Zeit) z.B. über eine WD TV befeuert wird, gucken möchte: Die DVD ist nicht mehr unbedingt das Medium der Wahl.

Was man will, ist ziemlich klar: Einen MKV-Container mit H.264-Video, AAC-Tonspur(en) und – idealerweise – zuschaltbaren VobSub-Untertiteln.

Das Tool dafür – unter Windows, MacOS und Linux! – wäre normalerweise Handbrake, eine Art „Schweizer Armeemesser“ in puncto Videokodierung. Der Haken aber ist, wie ich bereits bei Kristian (in den Kommentaren) feststellte, dass Handbrake derzeit nur „hart einkodierte“ Untertitel bietet. („Softe“ sind allerdings bereits in Arbeit; es ist jedoch nicht abzusehen, wann die Version 0.9.4 des Programms erscheinen wird, in der das implementiert sein soll.)

Bis dahin bleibt nur, Handbrake ausschließlich Video und Audio zu überlassen und die Untertitel nachträglich in den MKV-Container einzubinden – denn die Möglichkeit zu „soften“ Untertiteln bietet dieses Containerformat durchaus.

Für das Auslesen der Untertitel von DVD gibt es meines Wissens kein platformübergreifendes Programm. Unter Windows erledigt z.B. VSRip diesen Job ganz gut, Linux-Nutzer können subtitleripper verwenden. Mac-Nutzern kann ich persönlich mangels Mac leider nichts empfehlen, vielleicht kann jemand über die Kommentare aushelfen?

Das Tool, welches die Untertitel in den MKV-Container einbindet („(re)muxing“), tut seinen Dienst wieder auf allen drei Plattformen: mkvtoolnix nimmt die mit Handbrake erzeugte MKV-Datei, welche bereits Video- und Tonspur(en) enthält, fügt die Untertitelspur(en) hinzu und erzeugt eine neue MKV-Datei, die dann alles enthält.

25 Jun 2009 Zugänglichkeit »für Faulpelze«

Derzeit versuche ich, mein mangelndes Verständnis für Javascript zu kompensieren, indem ich mich mit jQuery anfreunde. Das klappt so weit auch ganz gut – jQuery, ein(e) Javascript-Bibliothek bzw. -Framework mit dem sympathischen Motto „Write less, do more“, erleichtert den Einstieg ungemein und nimmt dem Browserflüsterer vieles durch einfache Hilfsfunktionen und Automatismen ab.

Es macht – sehr simpel gesagt – Javascript einfacher; zugänglicher, wenn man es so sehen will.

Gerade für Einsteiger besonders verlockend an jQuery ist die enorme Auswahl an Plugins, Tutorials und Codebeispielen im Netz (nicht nur in den verlinkten offiziellen Quellen) – im Grunde oberflächlich betrachtet eine Mischung aus Baukastensystem und Selbstbedienungsladen, aus dem man sich quasi nur noch das rausfischen muss, was man selbst konkret benötigt.

Wäre da nicht der mitunter „gewöhnungsbedürftige“ Code, den manch Plugin einsetzt. Jens Grochtdeis hatte mich netterweise via twitter bereits „gewarnt“. Ein aufmerksamer Rundgang durch einschlägige Seiten bestätigt Jens' Warnung.

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24 Jun 2009 Der Dank des Tages geht an: Silvio

Silvio a.k.a. laemmy benutzt nicht nur neuerdings meinen Journalist-Port sondern hat zum Dank auch noch meine Nicht lustig-Sammlung wieder auf den letzten Stand gebracht. Danke!

19 Jun 2009 Betroffenheit, Aktionismus und Aktivismus

Ich spare mir die Verlinkungsorgie, denn wir, die informierten Netzbürger, wissen, worum es geht – das Gesetz, von dem wir alle wissen, wie fehlgeleitet und unsinnig es ist, ist beschlossene Sache. Die „Trittbrettfahrer“, welche nun die Möglichkeiten, für welche dieses Gesetz die Grundlagen gelegt hat, ausnutzen wollen, kreisen bereits. Über die, die sich nun wundern, kann ich mich nur wundern.

Natürlich will ich niemandem verbieten, seiner Betroffenheit über diesen Gang der Dinge in Form von Blogbeiträgen Ausdruck zu verleihen. Ebensowenig will ich Euch davon abhalten, Euren Avataren „Zensiert“-Schilder um den Hals zu hängen. Bloggt ruhig zum x-ten Mal die Todesanzeige für Artikel 5.

Nur glaubt doch bitte nicht, dass das wirklich etwas bewirkt.

Wir leben, das ist nicht erst seit gestern offensichtlich, in einem Staat, in welchem 135.000 Stimmen zumindest den großen Volksparteien egal sein können. Die Reserven in der schweigend hinnehmenden Masse sind groß genug. Meines Erachtens hilft es derzeit auch nicht, auf die SPD einzuprügeln, die ihre traditionellen Werte schon vor langer Zeit verraten hat.

Natürlich hat Frank Helmschrott Recht mit seiner Aussage, die einzige Waffe seien Stift und Stimmzettel. Die Wahlbeteiligung bei der anstehende Bundestagswahl muss brummen, aber es wird nicht reichen, wenn nur die derzeit ohnehin hochpolitisierten Netzbewohner an der Urne Denkzettel einwerfen.

Gut 67 Prozent der Bundesbürger sind online, und wie René Walter richtig betont: Diese gut 67 Prozent sind nur bedingt Teilnehmer im Netz, sie sind eher Informationskonsumenten, auf welche die etwa 500.000 aktiven Teilnehmer in Deutschland als Multiplikatoren wirken können.

Kein Medium kann mit dem Internet mithalten, wenn es um die schnelle, unabhängige und vielfältige Verbreitung von Informationen geht. Es kann aber als Weg zum Ziel nicht reichen, diejenigen zu aktivieren, welche dieses Medium ohnehin schon nutzen. Wer informiert ist, muss nicht informiert werden.

Es muss um die gehen, die im Moment nicht wütend vor Tastatur und Monitor sitzen. Es müssen die erreicht werden, die noch hinnehmen, was ihnen von Massenmedien vorgekaut wird, in denen kaum Entrüstung über den Gesetzesbeschluss zu spüren war, in denen er nicht einmal kritisch hinterfragt wurde. Ebenso diejenigen, die das Internet nach wie vor ausschließlich als Spielwiese und Selbstbedienungsladen wahrnehmen.

Die sind der schlafende Riese, den es zu wecken gilt – zu wecken, zu informieren und zu aktivieren.