26 Nov 2008 Fragestunde: Ports

In den Kommentaren zum Desk Mess-Port tauchten zwei Fragen zum Thema Ports auf, die ich gerne beantworten will.

»Wie lange hast du in etwa dafür benötigt?«
Schwierig zu sagen, da ich sowas nicht protokolliere. Ich würde im Falle von Desk Mess meinen, dass darin vielleicht 5 bis 10 Arbeitsstunden stecken. Bei anderen Ports (i3theme, Mimbo) war es deutlich mehr.
Man darf dabei nie außer Augen lassen, dass ich eine gewisse Übung in Sachen Ports habe. Damit habe ich auch gewisse Erfahrungswerte und Code-Schnippsel (speziell bei Wordpress-Ports), die ich wiederverwenden kann.
»Wie schwer ist es eigentlich vorhandene Themes zu S9y zu porten?«
Das kommt natürlich auf die Vorlage an – nicht nur, ob es sich um eine reine (X)HTML-Vorlage, bei der man meist typische Aspekte eines Blogtemplates »dazudichten« muss, oder ein Wordpress-Template, bei dem man stattdessen Wordpress-spezifische Geschichten nach s9y umsetzen muss, handelt. Es geht natürlich auch darum, wie kompliziert die Vorlage ist, wieviele »Tricks« man in s9y einsetzen muss, um bestimmte Features zu implementieren. Und natürlich hängt es davon ab, wie »gut« die Vorlage ist, d.h. in erster Linie: Wieviel man dazudichten muss, damit es in s9y funktioniert.
Hinzu kommt auch hier, dass die Erfahrung in Sachen Ports und Templates mir natürlich hilft, ebenso gewisse Codeschnippsel, die ich immer wieder verwenden kann. Unterschiedliche Templates sind unterschiedlich schwierig, Mimbo war definitiv mit Abstand das komplizierteste bisher.

Sollte es noch mehr Fragen zu diesem Thema geben, immer raus damit :-)

25 Nov 2008 s9y-Port: Desk Mess

Desk Mess

Es war wohl einfach mal wieder Zeit für einen Port: Desk Mess von Geek with laptop ist, denke ich, ein echter Hingucker.

Download und weitere Informationen auf meiner Ports-Seite. Fehler und sonstige Beschwerden bitte wie gehabt wahlweise in den Kommentaren oder per Email.

24 Nov 2008 Autofahren mit Netzgestaltern

Gefühlte 30 Sekunden in WTF-Starre verfallen, weil die Restkilometeranzeige des Autos für einen kurzen Moment 404 Kilometer anzeigt.

24 Nov 2008 Handbrake für Linux

Handbrake, ein sehr praktisches und leicht zu bedienendes Tool zur Videokonvertierung, ist heute in Version 0.9.3 erschienen, welche nunmehr auch ein GTK-basiertes GUI unter Linux bietet.

Handbrake ist dabei letztlich »nur« ein Frontend für verschiedene freie Bibliotheken zur Videokonvertierung, aber genau das macht es hochinteressant: Es vereint diese Tools in einem angenehmen Interface, welches um ein Vielfaches zugänglicher ist als die manpages von mencoder und transcode.

Handbrake nimmt praktisch jede Videoquelle an und spuckt als Ergebnis DivX, Xvid, x264 oder Theora in verschiedenen Containerformaten mit diversen Tonformaten kombiniert aus. Freie Auswahl, sozusagen. Es beherrscht natürlich Untertitel ebenso wie Kapitel, kann verschiedene Filter einsetzen und natürlich das Bildformat ändern. Und als Sahnehäubchen gibt es das Ganze sogar als fertiges Ubuntu-Paket.

19 Nov 2008 Der Tod des Albums

Wahrscheinlich kein revolutionärer Gedanke, aber mir fiel gestern auf, dass das Album als musikalische Einheit und Gesamtkunstwerk eigentlich mausetot ist.

In Zeiten von Filesharing und iTunes, von mobilen Mediaplayern und stationären mp3-Jukeboxen ist es uns quasi möglich, immer und überall genau den Song zu hören, nach dem uns gerade ist. Was grundsätzlich gut so ist. Aber: Im Zeitalter von Ripping und Skipping, wer hört da noch ein komplettes Album vom ersten bis zum letzten Ton? Es ist viel mehr 2008, auf »intelligente« Playlisten und Random Play zu setzen. Meiner neuer Mediaplayer hat dafür gar eine eigene Unterfunktion, welche sich tatsächlich »DJ« nennt.

Und selbst diesem DJ kann ich in seinen Alukoffer voller Tonträger reinquatschen, indem ich meine tragbare Abspielstation nur mit dem betanke, was ich wirklich mag. Ich muss nicht mehr zum DJ-Pult marschieren und Wünsche erbetteln. Wenn ich den langweiligen Filler, der als zehnter Track ein Album abschließt, überflüssig finde, muss ich nicht mehr den Tonarm eines Plattenspielers anheben – ich drücke einfach »skip«. Die KDE-Jukebox amaroK würde das als Hinweis deuten, dass mir der Song nicht gefällt und ihn zukünftig seltener in Playlisten packen.

Grundsätzlich ist auch das erstmal gut – wir hören nur noch die Musik, die uns wirklich berührt. Was aber ist mit diesen zunächst unauffälligen Stücken, die man zehnmal hören muss, ehe sie sich schließlich doch unauslöschbar, unskipbar ins Hirn fressen? Was wird aus den Gesamtkunstwerken, die sich über die volle Dauer eines Albums spannen?