28 Sep 2008 Online-Videothek gesucht

»Mein« Online-DVD-Verleih Amango macht dicht. Das ist einigermaßen schade, zumal der designierte Nachfolge (also, der Laden, der die Amango-Kunden automagisch übernimmt) Videobuster nicht nach meinem Geschmack ist.

Ehe ich nun mit wehenden Fahnen zu Love film überlaufe: Hat jemand noch einen anderen Tipp? (Bittorrent zählt nicht.)

25 Sep 2008 Kennt auch keiner: Hammerbox

Wenn ich es richtig erinnere, hat Hammerbox mal ein längst verschollener Kumpel in einer Grabbelkiste in einem CD-Laden gefunden. Ein Blindkauf für kleines Geld entpuppte sich als das großartige Album Numb, welches ich – pre-Filesharing – jahrelang als abgenudeltes Tape hortete, ehe ich es digital auftreiben konnte.

Numb ist großartiger, punkiger Grunge, angetrieben von einer der schönsten Frauenstimmen überhaupt: Carrie Akre. Eine Frau, die genau die Schaufel Rotz und Dreck in der Stimme hat, die man für Rockmusik braucht. Sie kratzt, sie beißt, sie tritt um sich. Und sie macht mittlerweile Soloplatten. Wo ist meine amazon-Wunschliste?

22 Sep 2008 Horses

Beim grandiosen Album Horses von Patti Smith bin ich mir ja immer nicht sicher, ob es so viele Menschen kennen, wie es kennen sollte. Was für eine großartige Platte!

Ein perfekt ausgeklügelter Spannungsbogen: Sie eröffnet mit einer der besten Zeilen, mit der ein Album je begonnen hat (»Jesus died for somebody's sins, but not mine«) in den jammigen, zurückgelehnten Rotz von Gloria. Kurze Abkühlung im entspannten Reggae Redondo Beach, es folgt Birdland, ein Neun-Minuten-Monster, das sich aus scheinbar belanglosem Klaviergeklimper in einen Rausch steigert. Keine Schonung, es folgt der heimliche Anfix-Song des Albums: Free Money, ein Ritt auf einem wilden Pferd, der Drummern den Schweiß auf die Stirn treibt. Kimberly ist Blondie pur, nur früher. Break It Up, theatralisches Drama in einen Song gegossen, ehe wir zu dem Song des Albums kommen: Land (Horses – Land Of A Thousand Dances – La Mer (De)). The essence of Patti. Treibender Einstieg in noch so ein Neun-Minuten-Monster. Packend. Elegie schließlich beweint das Ende des Album, möchte man meinen.

Acht Songs (die CD-Neuauflage hat zusätzlich ein My Generation-Cover an Bord), lausige 43 Minuten insgesamt; länger war ein Album 1975 nicht. Muss(te) es auch nicht sein. Wer diese Platte nicht hat, dem fehlt etwas.

12 Sep 2008 Janice Deaner: »Als der Blues begann«

Eine wirklich packend aus der Sicht einer naseweisen Zehnjährigen erzählte Geschichte einer ungewöhnlichen Familie, deren Kinder die dunklen Schatten der Vergangenheit entfesseln, welche auf der Seele ihrer Mutter liegen. Wirklich geschickt gestrickt, schwer aus der Hand zu legen und leider offensichtlich grottig übersetzt.

10 Sep 2008 Immer wieder erstaunlich

$UNTERNEHMEN schreibt aus: »Webdesigner/in«. $UNTERNEHMEN sucht aber eigentlich: »PHP-/MySQL-Entwickler«.

(Naja, ganz eigentlich sucht $UNTERNEHMEN »Eierlegende Wollmilchsau«, aber das suchen ja irgendwie alle, gelle?)