28 Sep 2007 Sturm zieht auf

Draußen fühlt sich Ende September wie Mitte November an. Gefühlte acht Grad, der Wind biegt die durchnässten Bäume, heute nacht hat er auf dem Balkon die Tischdecke vom Tisch gepeitscht. Hell wird es heute wohl nicht mehr. Bei so einem Wetter wurde Schietwettertee erfunden. Empfohlene Bekleidung für draußen: Friesennerz und Südwester. »Es gibt kein schlechtes Wetter, es gibt nur falsche Kleidung.«, sagen die Leute hier zwischen den Meeren. Recht haben sie, aber halt auch meistens einen Flachmann Rum in der Hosentasche.

28 Sep 2007 Fazit aus Gestaltersicht

Seit einem Monat loggt Google Analytics nun Zugriffe auf dieses Blog mit. Das Fazit aus Gestaltersicht (Browser und Bildschirmauflösungen) fällt denkbar klar aus: Die Mehrzahl der Besucher verwendet mittlerweile einen standardkonformen Browser (Firefox, IE7) und kommt mit wahlweise 1024x768 oder 1280x1024 Pixeln daher. Nur noch 2% der Besucher verwenden eine kleinere Bildschirmauflösung (allesamt 800x600), daneben treten verschiedene 16:9-Auflösungen auf. IE5 ist praktisch verschwunden aus den Statistiken, IE6 hält sich leider weiter mit ca. 56%.

Kann jemand meine letzte offene Frage aufklären und mir sagen, ob die von GA ermittelte Java-Unterstützung (95% Yes) auch Javascript einschließt?

27 Sep 2007 Endlich! (Peinlich.)

Ohrwürmer sind faszinierend. Seit geraumer Zeit höre ich immer mal wieder ein lustiges, zappeliges, kleines Gitarrenriff als Untermalung für irgendwelche TV-Beiträge und frage mich: Was, zum Donnerknispel, ist das? Tja. Bloc Party, Banquet.

(Auf die hätte mich ja ohnehin mal eher jemand hinweisen können.)

26 Sep 2007 Annie Proulx: »Schiffsmeldungen«

Nachdem er seinen Job, seine Frau und seine Eltern verloren hat, hält den Loser Quoyle nichts mehr in den Staaten – er folgt seiner alten Tante in die Heimat seiner Vorfahren: Neufundland. Kalt, ungemütlich und von bisweilen kauzigen Menschen bewohnt. Doch Quoyle und seine kleinen Töchter finden sich schnell zurecht auf der rauhen Felseninsel und werden heimisch.

Eigentlich, und das ist das Faszinierende, passiert in »Schiffsmeldungen« 400 Seiten lang nichts, zumindest nicht viel Ungewöhnliches. Das, was passiert, scheint in Neufundland normal und an der Tagesordnung zu sein, und eben das ist die große Kunst der Annie Proulx – das detailverliebte, bilderreiche Beschreiben. Auch eine Art, den Leser gefangen zu nehmen.

25 Sep 2007 Erleuchtete Bank

Meiner Bank ist ein Licht aufgegangen. Und das kam so:

Ich weiß ja nicht, wie das bei Euch ist. Meine Bank jedenfalls sieht von innen ca. so aus: Es gibt sechs sogenannte »Service Points« (die Frage, warum man die nicht »Schalter« nennen kann, lasse ich mal elegant aus), an denen üblicherweise drei bis vier üblicherweise junge Damen sitzen und gucken, ob ihre Fingernägel noch akkurat lackiert sind. An den Service Points kann man nämlich nicht viel machen, außer sich beraten lassen und alles andere, wofür man kein Bargeld braucht und was man sonst ohnehin per Online-Banking erledigt.

Will man das erledigen, was man per Online-Banking nicht erledigen kann oder will, muss man an eine Kasse. Eine von zwei. Davon ist eine üblicherweise geschlossen, an der anderen stehen etwa so viele Leute an, wie an den Service Points junge Damen sitzen und gucken, ob ihre Fingernägel noch akkurat lackiert sind. Die jungen Damen, nicht die Leute in der Schlange.

Heute komm ich da so rein, um schnell (Parkticket via Brötchentaste, also 15 Minuten umsonst parken, wo kriegt man sowas heute noch?) mal was zu erledigen, was ich per Online-Banking nicht erledigen kann – da trifft mich fast der Schlag. Beide Kassen besetzt und offen. Unfassbar. Oder ist heute Weltspartag?