28 Jun 2007 Laut gedacht

Die Kinder einer Freundin meiner Holden sollen einen »eigenen Internet-PC« haben, weil man offenbar ohne so etwas heutzutage automagisch sitzenbleibt. Angesichts monetärer, scheidungsbedingter Schwierigkeiten soll dieser Rechner idealerweise nichts kosten und alles können; also schaut man mal, was man noch so liegen hat, und siehe da: Es würde für einen zwar schwachbrüstigen, aber durchaus benutzbaren PC reichen, wenn dieser denn mit Linux liefe. Ideale Distribution für Linux-Neulinge, das hat sich in mehreren Feldversuchen gezeigt, wäre die eierlegende Wollmilchsau unter den Distris: Ubuntu. Benutzbar für Neulinge wie auch den Debian gewöhnten Administrator (das wäre dann notgedrungen meine Wenigkeit).

Man nehme also das Ubuntu-DVD-Image, welches sich auf einer Heft-CD fand und brenne es schon mal auf einen Rohling. Zu Testzwecken einmal den heimischen Rechner damit booten, tut. Und dann ist die Versuchung wieder da …

Ich verspüre keine Lust, meinen PC neu aufzusetzen, aber ich zucke immer wieder in Richtung desertieren, Debian runter, Ubuntu rauf. Halbjährliche Updates, man ist also halbwegs auf dem neuesten Stand und hat dennoch ein funktionierendes System. Das Update klappt nachweiselich streßfrei, der Rechner der Holden läuft schließlich bereits erfolgreich mit Ubuntu und hat ein solches bereits hinter sich. Die Windows-Installation darunter ist ohnehin nicht mehr so, wie sie mal war. Und last not least: Ubuntu ist Debian, aber eben für den Desktopnutzer aufbereitet … ich glaube, darüber muss nochmal geschlafen werden.

26 Jun 2007 Produktivität, Baby!

Gestern war so ein Tag, da ging fast gar nichts. Vieles stand auf dem Zettel, erledigt wurden bestenfalls 60 Prozent davon – so ist das halt, wenn man aus der Nachtschicht kommt und erstmal ausschlafen und in die Gänge kommen muss. Wenn man dann noch am angedachten Hosenkauf scheitert, weil die kleinere Größe zu klein und die größere Größe zu groß ist, dann kann man eigentlich gleich wieder ins Bett gehen.

Heute hingegen flutscht es nur so. Morgens schnell drei Dinge telefonisch geklärt – zack!, alles so, wie's sein soll. Eben mal flugs die 11 Stunden Rockpalast-Mitschnitt von Rock am Ring durchsortiert – enttäuschende Ausbeute, aber zack!, immerhin können die 20 GB Videodateien von der Festplatte fliegen. Dann noch schnell die englischen Seiten der Webseite überarbeitet und dabei festgestellt, dass so ziemlich alle Links auf Serendipity-Templates broken waren – zack!, auch das wäre erledigt.

Kurz noch einen Schluck Kaffee und dann erfinde ich mal eben – zack! – die Bierflasche, die nie leer wird, und ein Heilmittel gegen Krebs oder so, glaube ich.

26 Jun 2007 Modellierung von was auf Basis von was?

»Modellierung von Informationssytemen auf Basis des SAP Business Information Warehouse« – das ist das Thema der Master Thesis eines angehenden Ex-Kollegen von mir, der zwar exzellent Deutsch spricht (er ist Pakistani), aber nicht unbedingt schreibt, weshalb ich versprochen habe, das Ganze (immerhin nur 18 Seiten) Korrektur zu lesen … hochinteressant: man versteht inhaltlich kein Wort, achtet deshalb in der Tat viel besser auf Fipptehler und merkwürdige Formulierungen und fragt sich aber trotzdem die ganze Zeit, worum es eigentlich geht.

Endlich weiß ich mal, wie es den Windows- und Mac-Nutzern geht, die meine Linux-Posts lesen.

26 Jun 2007 Ruhiges Wochenende? Von wegen!

Dass mir ja keiner mehr behauptet, auf'm platten Land wäre am Wochenende nichts los – gleich zwei dramatische Meldungen bringen Ostholstein an diesem Wochenende in die Schlagzeilen.

Der Eutiner Rosenstadt-Triathlon musste wegen eines tragischen Unfalls mit Todesfolge vorzeitig abgebrochen werden. Ein 35-jähriger Triathlet berührte beim Einscheren nach einem Überholmanöver das Vorderrad des Überholten und rammte einen Baum am Straßenrand. Trotz sofortiger Erster Hilfe war der Verunglückte scheinbar sofort tot.

Polizeilicher Großeinsatz hingegen im beschaulichen Hutzfeld: LKA und Kampfmittelräumdienst ermittelten nicht nur in einer Messerstecherei, sondern fanden zusätzlich im Haus des lebensgefährlich verletzten Opfers sprengstoff-verdächtige Substanzen. Der 46-jährige war von zwei Jugendlichen, die er beim Einbruch in sein Cannabis-Gewächshaus (»Zum Eigenbedarf.«, wie selbst die Polizei erkannte.) überrascht hatte, im eigenen Garten niedergestochen worden. Die zufällig entdeckten Chemikalien hingegen dienen offenbar der Herstellung von Silvesterknallern – beruhigend die Meldung der Presse, dass »ein terroristischer Hintergrund vermutlich ausgeschlossen werden kann« …

25 Jun 2007 Ist das jetzt sehr geeky?

Kleiderschrank ausmisten (Ergebnis: 2 Säcke Altkleider). Anschließend beschließen, dass die Festplatte auch mal wieder entrümpelt werden könnte.