31 Mar 2006 Tool Time

Selbst ist der Mann diesen Freitag:

  1. Liegen Dir handwerkliche Aufgaben?

    Kommt sehr drauf an, was genau. Ich streiche ganz passabel an, habe aber null Ahnung von Tapezieren. Ich schraube am heimischen Rechner rum, bin aber zu dusselig, IKEA-Möbel zusammenzubauen. Usw.

  2. Wann hast du das letzte Mal, was selbst hergestellt, was du einfacher hättest kaufen können?

    Danke für diese Frage, endlich weiß ich, nach welchem Muster sich meine handwerklichen Begabungen spalten: Genau das kann ich nämlich nicht. Sachen selber machen. Schon gar nicht, wenn man die ebensogut auch kaufen könnte.

  3. Machst du das öfter?

    Offensichtlich nicht :) (Ich helfe aber bei Umzügen, wenn man mich sehr nett bittet. Ich hab nur meistens keine Zeit, weil ja immer alle am Wochenende umziehen, wenn ich arbeiten muss.)

  4. Dein "Lieblingswerkzeug"?

    Ein Bitschraubendreher mit Ratsche, mit dem außer mir niemand umgehen kann und an dem zur Perfektion nur ein magnetischer Bitaufsatz fehlt. Mal irgendwo superbillig auf'm Grabbeltisch abgestaubt. I love it.

  5. Hast du mal irgendwelche Do-It-Yourself Bücher gelesen?

    Never ever. Das, was ich kann, ist "learning by doing".

30 Mar 2006 Teen Spirit

Wir müssen ungefähr 18 oder 19 (naja, vielleicht auch etwas älter) gewesen sein, denn wir saßen in einem Auto und hörten "Smells Like Teen Spirit". Vermutlich ganz altmodisch im Tapedeck, denn CD-Player hatte man damals noch nicht im Auto und an Radiosender, die Nirvana zu der Zeit gespielt haben, kann ich mich nicht erinnern. (Der iPod hieß damals noch Walkman.)

Unbestritten ein großer Song. Eigentlich der einzige, der während meiner musikalischen Sozialisation so etwas wie eine musikalische Revolution losgetreten hat. Er hat uns die Gitarre zurückgegeben, dieser Kurt Cobain.

Und so beschlossen wir, dass das ein Song sei, den wir irgendwann unseren Kindern mit vorwurfsvollem Blick und dem Kommentar "Das war noch richtige Musik!!" vorspielen würden. So wie unsere Eltern uns mit Bach, den Beatles oder meinetwegen Peter Kraus gequält hatten, als Hubert Kah plötzlich geschminkt im rosa Nachthemd durch die Hitparade im "Zett Deh Eff" hüpfte und meine Mutter an den Rand einer Ohnmacht brachte. (Nein, nicht vor Verzückung.)

Wir malten uns aus, welch grausames Gequäke unsere eigenen Blagen dann wohl hören würden - irgendwie schwebte uns eine extreme Perversion in Richtung Techno vor. Oder so richtig derber Metal. Auf jeden Fall irgendwas, was grob in die Abteilung "strukturierter Krach" einzuordnen wäre.

Ich selbst habe ja nun noch keine Erben, aber einige Freunde und Bekannte aus der Zeit konnten sich natürlich nicht bremsen. Selber schuld. Wie auch immer: Wir hatten weder den komischen Frosch, noch Schnappi oder Kawasaki Frühstückspension auf der Rechnung. Funny old world.

29 Mar 2006 Die Versendung der Langsamkeit

Da die Auswahl in hiesigen Videotheken (auf'm platten Land halt) doch eher begrenzt ist, benutze ich seit einiger Zeit eine Online-Videothek (wer für eben diese noch keinen "14-Tage-ohne-Grundgebühr-testen"-Gutschein in seiner Fernsehzeitung hatte - ich darf sowas per E-Mail verteilen ... einfach per E-Mail melden).

Eben diese funktioniert wunderprächtig und ist sogar günstiger als hiesige Videotheken. Neuerdings hat eben diese aber einen neuen Versandumschlag:

"In den letzten Monaten haben wir und die Deutsche Post AG große Anstrengungen unternommen und den ersten DVD-Versandumschlag entwickelt, der die gesamte maschinelle Verarbeitungsstrecke der Deutschen Post AG optimal unterstützt.

Reifest, robust und hoch strapazierfähig: Mit diesem neuen Produkt erreichen wir einen noch sichereren, zuverlässigeren und schnelleren Versand Ihrer DVDs für den Hin- und Rückweg."

Warum nur habe ich seit dem Erhalt dieser E-Mail den Eindruck, als dauere es länger, bis die Silberscheiben hier ankommen? Und wieso hatte ich vorher nie einen halb bis fast ganz geöffneten Umschlag im Briefkasten? Und wieso eigentlich optimieren die nicht erstmal das Prioritätensystem der Liste der gewünschten DVDs, welches nicht so wirklich funktioniert?

(Abgesehen davon bin ich mit denen wirklich zufrieden. Es geht immer noch relativ fix, bis eine DVD ankommt - nur eben nicht fixer als vorher.)

29 Mar 2006 Weisheiten aus US-Serien, Teil 2

"We can't be lost. We don't know where we're going."

(File under: Kartenlesen für Orientierungslose)

26 Mar 2006 For The Love Of The Game

Es ist nicht wirklich NBA, gehört aber doch irgendwie in diese Kategorie: Die unglaubliche, Hollywood-reife (und ja, es gibt angeblich schon Anfragen) Geschichte des 17jährigen Jason McElwain.

Jason ist Autist und liebt Basketball über alles. Da es als Spieler nicht ganz für die Schulauswahl der Greece Athena High School in Rochester reichte, half Jason als Team Manager aus, wo Not am Mann war. Als Belohnung erhielt er im letzten Spiel der Saison seines letzten Jahres zum ersten Mal überhaupt ein paar Minuten "garbage time" - soll heißen: das Spiel war gelaufen, die Ersatzspieler durften ran.

Diese wenigen Minuten Einsatzzeit - es waren vier - reichten Jason für 6 Dreier und einen Jumpshot, zusammen 20 Punkte (und für alle Fans von Kobe Bryant: Über ein Spiel gerechnet wäre Jason mit dieser Ausbeute theoretisch bei 240 Punkten gelandet ;-)). Zufällig filmte jemand mit (das Video findet sich natürlich im Netz).

(Ich persönlich pfeif für sowas ja gerne auf schief gesungene Kinderzimmer-Produktionen, die eine Woche später als Jamba-Klingelton bereit stehen. Auch wenn es klassischer Ami-Kitsch ist, der sich bestenfalls für einen TV-Film auf RTL2 eignet.)