< Not for me | Bannstrahl in Sicht >

07 Nov 2005 Warum eigentlich Basketball?

Eine wirklich tolle Kolumne von Nick Prevenas auf nbadraft.net wirft die Frage auf: Was, zur Hölle, ist eigentlich so interessant an Basketball?

Nun, zunächst einmal - nicht Basketball. Die NBA ist spannend, interessant. Bei aller Begeisterung für die Auftritte des DBB-Teams bei der EM - die europäische Art, Basketball zu spielen, ist eine ganz andere Nummer (obwohl sie eine Ausbildung voraussetzt, die es ermöglicht hat, dass viele Europäer mittlerweile in der NBA spielen).

Es ist die Athletik (Spud Webb, der mit 1,68 Meter den Slam Dunk-Contest gewinnt), es ist das Tempo, es ist der Zug zum Korb (naja, auch nicht mehr so - zuviele Europäer, die lieber von draußen werfen ;-)). Action in High-Speed, gewürzt mit faszinierenden Randgeschichten, Legenden (die UntouchaBulls, Showtime, die Bad Boys) und Typen (His Airness, Magic, Bird ...).

Mein persönliches "Ui!"-Erlebnis (das ich live miterleben durfte, das waren noch Zeiten - live auf SAT1) waren die Finals 1993/94.

Rockets vs. Knicks. Spiel 7, alles oder nichts.

Ich hatte mit einem Bekannten gewettet. Auf die Knicks. Houstons damals sehr europäischer Spielweise - Gib den Ball dem "Big Man" (Hakeem "The Dream" Olajuwon); wenn er's nicht macht, passt er raus zum offenen Dreier - fand ich zum Kotzen. Es wurde eine fiese, dreckige Defensivschlacht (Hey, Defense wins championships.) - kein Team machte in einem der sieben Spiele mehr als 100 Punkte.

Die Knicks setzten einem Olajuwon auf dem Zenit seines Könnens alles entgegen, was sie hatten: Pat Ewing und eine Gang wenig talentierter, aber sehr robuster Forwards. Und ... John Starks.

John "2-von-18 aus dem Feld, davon 0-von-11 von der Dreierlinie" Starks.

Ich habe mitgelitten mit John Starks, der sich nicht beirren ließ, wie großartige Shooter das so machen. Der immer und immer weiter draufhielt, stets hoffend, dass sein "shooting touch" zu ihm zurückkehren möge. Mitgelitten mit Pat Riley auf der Trainerbank, der genau wußte, dass man so einen Mann unmöglich auswechseln kann, obwohl er mit Rolando Blackman einen adäquaten Ersatzmann gehabt hätte. Und mit Patrick Ewing, der geahnt haben muss, dass es mit dem lang ersehnten Ring nichts werden würde.

Das ist eine dieser faszinierenden Geschichten. Es gibt jede Menge mehr - diese war meine.

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1 Comment

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  1. * nolookpass (14.11.05, 22:38):

    jaja, das waren noch Zeiten. Drei Uhr nachts, DSF, das kann man heutzutage ja nich mehr machen, und der Buschmann in voller Pracht. Ich hasste Utah und sah die Jazz im Finale, Spiel sieben. Stockalone stockalonierten sich durch die Viertel und ich wartete auf den Moment, in dem Scottie explodieren und Trucker-Karl seine feiste Visage polieren würde. Er tat es nicht, aus gutem Grund: Utah führt mit 1, Ballbesitz, noch 20 Sekunden. Der Postmann hält die Kugel, nein, er hat sie nicht mehr, sie wurde ihm gestohlen. Jordan mogelt sich an die Dreier-Linie, täuscht seinen Gegner, auf dass dieser ins Rutschen kam, und er versenkt den Ball. Der anschließende Pippen-Block gegen Stocktons Not-Dreier ist das I-Tüpfelchen.

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