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10 Jun 2010 jQuery oder MooTools? Der Lego-Vergleich

Im Grunde sollte es eigentlich relativ egal sein, welches der beiden heute wohl populärsten JS-Frameworks (es gibt natürlich noch andere) man einsetzt – mit etwas Mühe kann man sogar beide parallel nutzen. Freie Auswahl also, und doch scheint der Vergleich zwischen jQuery und MooTools immer wieder von Interesse zu sein.

Logos von jQuery und MooTools

(Disclaimer: Ich bin eindeutig kein ausgewiesener Experte in Sachen Javascript, der folgende Vergleich ist somit lediglich meine persönliche, sehr subjektive Sicht der Dinge. Mit hoher Wahrscheinlichkeit hinkt er sogar an der einen oder anderen Stelle.)

Ich kenne beide Frameworks ein wenig – mit jQuery habe ich meine ersten Gehversuche in Javascript überhaupt gemacht, MooTools ist mir vor allem als bevorzugtes Framework in Contao über den Weg gelaufen. Der beste (eher praxisnahe, wenig technische) Vergleich, der mir dazu einfällt, ist Lego.

Der Vergleich

Nehmen wir an, man möchte etwas mit Lego bauen – z.B. einen Bauernhof.

Bedingt durch das System und die Produktphilosophie von Lego gibt es dafür mindestens zwei Ansätze – die man recht gut mit den beiden JS-Frameworks gleichsetzen kann:

  • jQuery-Ansatz: Man kauft ein fertiges Set für einen Bauernhof, das alle Steine und Teile enthält, die man braucht – vorsortiert, in den richtigen Farben und Formen und mit einer sehr leicht verständlichen Anleitung. Man kommt sehr schnell zum Ziel, kann hinterher die Steine des Bauernhofs aber auch benutzen, um andere Dinge damit zu bauen.
  • MooTools-Ansatz: Man hat eine große Waschmitteltrommel (darin wurden meine zumindest früher™ aufbewahrt) voll unsortierter Legosteine – man muss sich folglich die passenden Steine erst zusammensuchen und mehr oder weniger ohne Anleitung zusammenbauen. Es dauert wahrscheinlich länger, da man mehr puzzlen muss, führt aber genauso zum Ziel.

Fazit

Welchen Ansatz (und damit welches Framework) man bevorzugt, ist natürlich sehr individuell.

jQuery ist sehr verbreitet und gut dokumentiert, es gibt viele „fertige“ Lösungen, z.T. in Form von Plugins, die man jedoch nicht blind übernehmen, sondern auf Herz und Nieren prüfen sollte.

Es ist damit vermutlich „zugänglicher“ für Einsteiger – eingefleischte JS-Coder greifen dagegen eventuell lieber zu MooTools, schätzen die klare Ausrichtung auf objektorientiertes Programmieren und schreiben das Meiste selbst.

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