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11 Dez 2009 Ich kann jederzeit aufhören

Ich habe es nicht akut vor und es gibt auch keinen echten Anlass dazu, aber wenn ich müsste (ist mir neulich mal so aufgefallen), könnte ich quasi jederzeit Linux wie eine heiße Kartoffel fallen lassen und ebenso gut unter Windows arbeiten. Zumindest rein von der Anwendungsseite her – das Betriebssystem und die damit verbundenen Bedenken und Abneigungen lassen wir mal außen vor. Der Grund ist natürlich Open Source.

Firefox, Claws (alternativ eben Thunderbird), Handbrake, avidemux, Gimp, Inkscape, vlc, Open Office und Emacs gibt es mittlerweile für beide Betriebssysteme. Dank AIR sind sämtliche nennenswerte twitter-Clients von Hause aus multiplattformfähig. Mit xampp kann man vollkommen streßfrei einen lokalen Webserver aufsetzen. Zur Not käme ich mit FileZilla als FTP-Client klar, bestimmt fände sich auch eine Lösung für die verschiedenen Systeme zu Versionsverwaltung, die man so nutzt. Einen brauchbaren RSS-Reader müsste ich suchen, da Liferea nicht portiert vorliegt, aber da könnte man notfalls Claws/Thunderbird zweckentfremden bzw. erweitern – oder auf etwas webbasiertes wechseln.

Wenn ich mal viel zuviel Zeit habe, schaue ich mal, ob es sich genauso nahtlos auf einen Mac wechseln ließe, aber der Punkt hier ist doch: Open Source rockt, freie Software ist großartig und mittlerweile sogar größtenteils auf allen wichtigen Plattformen verfügbar. Ich glaube, wir würdigen das alle viel zu selten.

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  1. tueffel18: tueffel18 via Twitter (11.12.09, 10:19)
  2. toni_kejr: toni_kejr via Twitter (12.12.09, 10:23)

9 Kommentare

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  1. * Dirk Deimeke (11.12.09, 12:43):

    Das unterschreibe ich genau so, wie Du das gesagt hast.

    Da ich auf der Arbeit gezwungen bin, Windows zu nutzen, bemühe ich generell Software zu benutzen, die Plattform übergreifend verfügbar ist.

    Auch das ist eine Stärke von Open Source Software und – damit verbunden – auch von offenen Standards.

  2. * onli (11.12.09, 13:19):

    Die große Schwäche von so einem Umstieg dürfte dort liegen, wo man eben nicht einfach so das Open Source Programm nutzen kann: Beim Fenstermanagement.

  3. * YellowLed (11.12.09, 13:26):

    @onli: Ja, natürlich. Das gehört für mich aber eher zum Betriebssystem, worum es mir hier ausdrücklich nicht geht. Der gesamte Bereich “Look ‘n’ feel” wäre eine einzige Stolperfalle.

  4. * onli (11.12.09, 14:05):

    Fenstermanagement gehört unter Linux in die Anwendungsebene, Betriebsysteme stellen die Schnittstelle zwischen dieser und der Hardware da. Bei Windows mag das anders sein, welche Einordnung richtig ist, darüber kann man gut streiten :)

    Aber wir sind uns einig, der Bereich wäre kritisch.

  5. * YellowLed (11.12.09, 14:13):

    Das es technisch in die Anwendungsebene gehört, weiss ich selbst :)

    Otto Normalanwender würde es dort aber nicht einsortieren, insofern gehört es “untechnisch” nicht zu den Anwendungen. (Und ja, das könnte man jetzt — mit kleinen Pinkelpausen — unendlich fortsetzen, also Schluss damit.)

    “Kritisch” finde ich das überhaupt nicht. Es ist eine reine Gewöhnungssache, die leicht von persönlicher Vorliebe beeinflusst wird. Mich z.B. nervt an einem Windows-System immer, dass Copy & Paste nicht alleine durch markieren funktioniert. Aber ich kann mich darauf einstellen.

  6. * Thorsten (11.12.09, 15:44):

    Also sagen wir mal so, ich kann dir das für OS X unterschreiben. Du könntest genauso zu OS X wechseln (wobei wäre es ein Wechsel?!? von einem Unix Distri zur anderen?!?!)
    Aber mal ehrlich willst du zu Windows???
    Ich kann sagen ich bin letztes Jahr von Win zu OS X gewechselt und will net zurück. Klar nutzt mal mal Parallels oder ähnliches weil man für z.B. seine Steuer das alte Prog brauch, aber sonst fällt mir dazu nur ein: “Never cya Win only @Work”

    Just my 2 cents

  7. * YellowLed (11.12.09, 16:00):

    Ich halte nichts von sinnlosem OS-Bashing. Windows ist sicherlich nicht optimal, aber spätestens mit Windows 7 durchaus besser als sein Ruf.

    Und nein, ich will und muss nicht wechseln, wie es ja auch im ersten Satz des Artikels steht. Ich benutze derzeit beide Systeme (wenngleich mit deutlichem Übergewicht in Richtung Linux) und finde auch nichts Schlechtes daran.

    Was OSX angeht — das ist sicherlich softwareseitig verlockend, scheitert für mich derzeit aber einfach am hardwareseitig notwendigen finanziellen Aufwand. Und jetzt bitte keine Diskussion über das Preis-/Leistungsverhältnis im Hause Apple!

  8. * Robert Lender (11.12.09, 23:00):

    Was dein Beitrag aussagt ist, dass das OS in etlichen Bereichen immer mehr in den Hintergrund tritt. Adobe Air, Firefox Plugins und Chrome lassen überall eine Vielzahl von Apps und ähnlichem zu.

    So kann ich auch schon ganz gut meine Daten zwischen meinem iMac und meinem Windows Netbook abgleichen.

  9. * DrNI (12.12.09, 19:00):

    Natürlich ist es ein großer Wechsel von Linux/Unix zu OS X: Letzteres hat eine GUI, an der man einfach nur verzweifeln kann. Sieht hübsch aus, verliert aber in Sachen Usability selbst gegen KDE3 haushoch. Leider verwechseln Mac-Jünger permanent hübsche 3d-Grafik mit Benutzbarkeit. Usability ist nämlich nicht nur wie es aussieht sondern auch was es kann. Und da kickt kwin allen in den Arsch.

    Der Komfort von OS X liegt nicht in der GUI sondern darin, dass es viele Dinge auf vernünftige Art automatisch macht.

    Wer sowieso weiß, wie’s geht, kann auch gleich Linux benutzen.

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