05 Apr 2009 Michel Birbæk: »Beziehungswaise«
Man ist geneigt, den Roman für einen „leichten Sommerroman“ zu halten. Die Taschenbuchausgabe hat ein quietschoranges Cover, auf dem ungeschnürte Turnschuhe zu sehen sind. Es geht um eine Liebesgeschichte, es hat den typisch dänisch-skurrilen Birbæk-Humor … aber es stellt auch – wie immer bei Birbæk – philosophische Fragen über das Leben, den Tod und die Liebe.
Comedian Lasse und seine langjährige Freundin Tess haben sich auseinander gelebt. Er hadert mit der eigenen Karriere, während sie selbige macht. Keine der Hochzeiten, die sie besuchen, ist die eigene, und im Bett ist seit zwei Jahren Funkstille. Aber auch wenn die Leidenschaft verloren gegangen ist – Freunde sind die beiden mehr denn je, und das erschwert den eigentlich überfälligen Schritt selbst dann noch, als Tess nach China gehen soll und Lasses Vater in Dänemark im Sterben liegt.
Eine Trennungsromanze rund um Comedy und Karneval, Pflegedienst und Sterbehilfe. Eine Mischung, auf die wohl nur Dänen kommen können. Unterhaltsam und interessant, aber auch kein Jahrhundertroman.





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