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30 Oct 2008 Über den Reiz, die Lernkurve zu meistern

Seit gut zwei Jahren nun nehmen mein Spielpartner und ich etwa einmal wöchentlich circa zwei Stunden lang Lektionen in Demut – wir ziehen mit schwerem Gerät in die nahe gelegene Zockbude und blamieren uns am Snooker-Tisch.

Die Lernkurve ist nach wie vor höchst steil, zumindest was den zählbaren Erfolg angeht. In Sachen Spiel sind durchaus Fortschritte zu erkennen, keine Frage: Es gelingen mittlerweile Anstöße, die nicht den kompletten Tisch in ein Durcheinander aus bunten Kugeln verwandeln. Mitunter ist nicht nur knackiges Safety-Spiel möglich, es bleiben dabei sogar die »kleinen« Farben auf den Spots. Selbst das Spiel mit Wirkung und Hilfsqueues ist halbwegs unter Kontrolle.

Was aber die Breaks angeht, gibt es nach wie vor keinen Grund, größenwahnsinnig zu werden: Auch nach zwei Jahren stetiger Entwicklung ist noch keinem Beteiligten ein Break von 20 oder mehr Punkten gelungen. Fünfzehn, in welcher Form auch immer erzielt, ist nach wie vor ein ziemlich guter Wert an diesem Tisch.

Woran liegt das? Breakbuilding erfordert neben Lochsicherheit auch Positionsspiel. Positionsspiel erfordert neben Spielverständnis auch vorausschauendes Spiel, und für vorausschauendes Spiel muss man nicht nur die Wirkungen beherrschen, sondern auch die Ballphysik verstehen. Keine dieser Disziplinen ist für sich genommen zu schwer, es ist vielmehr die Summe aus allen, die die steile Lernkurve bei diesem Sport ausmacht – und damit auch den Reiz, auch wenn es mitunter frustrierend sein kann.

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2 Comments

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  1. * Toni (07.12.08, 14:15):

    Hi

    Also ich muss sagen, nach 2 jahren Snookerspielen, und noch nicht einmal 20 oder mehr Punkte, ist schon etwas wenig. gut, ich kenne jetzt nicht den Tisch auf den du spielst oder sonstiges, aber solltest du wirklich regelmäßig spielen mit deinem Kollegen, würde ich dir dann doch raten immer mal eine oder 2 Stunden alleine zu spielen. Denn das kann dir nur wirklich weiterhelfen. ich spiele auch ungefähr seit 2 Jahren, und ich bin auch nicht gerade der Künstler am grünen Tisch aber ein paar mal war ich schon über 20:)

    Also bitte diesen Kommentar nicht als “böse” oder so auslegen, ist nur meine Meinung.

  2. * YellowLed (07.12.08, 23:23):

    Wieso “böse”? Im Prinzip bin ich anscheinend ein Naturtalent, immerhin schaffe ich es ohne jegliches systematisches Training, gelegentlich an der 20 zu kratzen … ;-)

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