< Eutiner Bluesfest im (Web-)Radio | Kieler Woche-Programm '08 >

15 May 2008 23568

Wer Bewerbungen schreibt, kann immer wieder was erleben. Manchmal wird man dabei sogar zum Detektiv.

Ich schreibe nach wie vor Bewerbungen, und ich versuche zumindest, dabei einen gewissen Überblick zu behalten. Dazu gehört z.B. auch, dass ich die gesicherten Anschreiben in »abgesagt«, »Eingang bestätigt« und »nie etwas von denen gehört« sortiere. Allein die Tatsache, dass es die letzte Rubrik überhaupt gibt, ist eigentlich schon ein Armutzeugnis für die Betreffenden. Viel armseliger, als nicht einmal auf eine Bewerbung zu reagieren (geschweige denn, die Unterlagen zurückzuschicken), geht es eigentlich nicht. Sollte man meinen, geht es aber doch.

Soeben finde ich einen C5-Umschlag im Briefkasten. Kein Absender, das kommt vor. Adresse flscha geschrieben, welch Aufmerksamkeit manche Leute doch ihrer geschäftlichen Korrespondenz widmen. Da kann man froh sein, dass das gute Stück frankiert war … drinnen geht die Frechheit weiter: Man erdreistet sich nicht nur, die eingereichten Unterlagen kommentarlos zurückzuschicken, sondern kassiert auch gleich noch das Büroutensil ein, welches besagte Unterlagen hübsch zusammen hielt. Unfassbar. Auch im Innenleben findet sich keinerlei Hinweis auf den Absender.

Nun wüsste man also gar nicht, wer sich diese Dreistigkeit erlaubt hat … wäre da nicht ein Stempel auf der Briefmarke, welcher die Postleitzahl des Absenders ausweist. Und anhand dieser ist das betreffende Unternehmen in diesem speziellen Fall einwandfrei zu identifizieren. Nein, ich werde nicht den Fehler begehen und den Namen hier öffentlich machen.

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5 Comments

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  1. * Alexz (15.05.08, 13:51):

    Naja, das ist eine aus etwa 300 Firmen mit der PLZ. Einen kleinen Hinweis hätteste ruhig noch geben können :-)

  2. * YellowLed (15.05.08, 14:37):

    Es handelt sich im weitesten Sinne um eine Firma, die »was mit Computern macht«. Grenzt das die Suche erheblich ein? ;-)

  3. * DrNI (15.05.08, 17:28):

    Das ist leider so an der Tagesordnung. Ob man sich als Band oder als Arbeitskraft irgendwo vorstellt – eine Antwort sollte man nicht erwarten. Insgesamt empfinde ich das als sehr frustrierend, weiß aber noch nicht, was ich dagegen machen soll.
    Abgesehen davon hat eine formale Bewerbung bei mir noch nie zu einem Arbeitsvehältnis geführt.

  4. * Thilde (15.05.08, 21:55):

    Auf was für Stellen bewirbst du dich denn so?

  5. * YellowLed (16.05.08, 08:57):

    Unterschiedlich. Im Grunde auf alles, was passen könnte, derzeit in erster Linie Web-/Screendesign. Die besagte Bewerbung war allerdings auf eine Ausbildung zum Fachinf.

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