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22 Apr 2008 Bettina K. Lechner: »Gimp ab Version 2.4«

Das knapp 360 Seiten starke, reich bebilderte Werk richtet sich an Benutzer, die Gimp »für digitale Fotografie, Webdesign und kreative Bildbearbeitung« einsetzen wollen. Unterteilt ist es in einen gut 190 Seiten umfassenden theoretischen Teil, welcher grundsätzlich einem »Rundgang« durch Gimp und seine Möglichkeiten entspricht, und einen knapp 130 Seiten langen Praxisteil.

Den Grundlagenteil ergänzen Exkurse zu Themen wie digitale Bilder und Farbmanagement, welche Grundlagenwissen unabhängig vom Programm vermitteln. Grundsätzlich deckt dieser einführende Teil alles ab, was Gimp kann – an der einen oder anderen Stelle hätte ich mir hier mehr Details gewünscht, aber das mag jedem Leser mit unterschiedlichen Stellen so gehen.

Der Praxisteil vermittelt praxisnahe Tipps für etliche Anwendungsfälle, zunächst allgemein (allerdings mit deutlichem Hang zur Fotobearbeitung), dann speziell für Fotografen und schließlich für Webdesigner.

Letzterem Teil galt natürlich meine besondere Aufmerksamkeit. Er ist für ein Printmedium erfreulich aktuell gehalten, allerdings finde ich die Gewichtung in diesem Teil des Buches unglücklich. Der wesentliche Teil dieses Abschnittes beschäftigt sich damit, eine Webseite komplett in Gimp zu gestalten und dann in ihre Bestandteile zu zerlegen – für mich persönlich ist dieser Abschnitt komplett unbrauchbar, weil ich so nicht arbeite.

Der Anhang schließlich illustriert ein grundsätzliches Manko bei Büchern über Programme, die auf allen drei großen Plattformen – Linux, Mac, Windows – verfügbar sind: Man verschwendet leider wertvollen Platz mit Installationsanleitungen für alle drei. Schwamm drüber, grundsätzlich liefert Bettina Lechner Grafikdeppen wie mir eine wertvolle Dokumentation mit leicht nachvollziehbaren Kurzanleitungen für gängige Problemchen des Alltags und ausführlichem Grundlagenwissen.

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6 Comments

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  1. * DrNI (22.04.08, 11:47):

    Lange war ich ein Verfechter des Gimp, aber seit meine Fotos 48bpp sind, ist es leider nichts mehr damit… so bleibt nur der alte Fork, also Cinepaint.
    (Ja, die Fotos sind in Wirklichkeit nur 36bpp, die Scans wären das auch, aber Gimp kann wirklich nur 24bpp.)

  2. * Klaus (22.04.08, 15:41):

    Ich hatte das Buch neulich im Laden in der Hand und fand auch, dass viele Teile allenfalls für absolute Einsteiger interessant sind.

    Der durchaus gut aufgemachte “Rest” hat mir gefallen, war mir aber im Verhältnis zu teuer.

  3. * YellowLed (22.04.08, 15:55):

    Computer-Bücher sind leider grundsätzlich teuer.

    In diesem Fall kann ich den Ladenpreis von etwa 40,- Euro angesichts der aufwändigen Aufmachung zumindest nachvollziehen – Grafiken und gedruckte Bilder sind einfach kostspielig.

    Andererseits habe ich für denselben Preis in einer vergleichbaren Aufmachung auch schon mal doppelt so viele Seiten gekauft.

  4. * DrNI (23.04.08, 13:43):

    40€ für ein Fachbuch ist doch ein guter Preis. Ich bin froh, wenn ich wirklich benötigte Lektüre so günstig bekomme.

  5. * Klaus (25.06.08, 16:50):

    Nach längerem Drumherumschleichen habe ich es jetzt doch gekauft :-)

  6. * ananda (11.09.08, 00:34):

    Weniger Theorie und weit mehr praxisnahe und spannende Tipps gibts jetzt im neuen Buch von der gleichen Autorin bei Markt und Technik :)

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