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12 Mär 2008 Snooker-Tipps IVb

(Fortsetzung von Snooker-Tipps IVa)

Snooker ist ein technisch sehr anspruchsvoller Sport, bei dem jedoch nicht alles rein von der Technik abhängt. Mindestens ebenso wichtig ist es, taktisch klug zu spielen. Auch in diesem Bereich spielen mehrere Faktoren eine Rolle, die sich parallel zueinander entwickeln.

Eine der größten Herausforderungen für Anfänger am Snooker-Tisch ist es, das Bild zu erhalten, sprich: Idealerweise die Farben möglichst lange auf ihren Aufsetzmarken (»Spots«) liegen zu lassen und auch den Pulk der Roten (»Pack«) nicht krachend zu öffnen, wie es beim Pool üblich ist, sondern nach und nach Rote zu lösen. Beides klappt an und für sich bei mir recht gut, aber leider nur für eine begrenzte Zeit (wobei das natürlich nie allein im eigenen Spiel, sondern auch in dem des Gegenspielers liegt). Man sollte sich meines Erachtens dennoch bemühen, das Bild möglichst lange »heil« zu lasssen – wild über den Tisch verteilte Bälle machen das Spiel unübersichtlich und schränken zudem taktisch ein.

Den größten Schaden kann man in dieser Hinsicht bereits beim Anstoß anrichten, speziell dann, wenn man das Pack zu voll trifft. Hier gilt es zum einen, den richtigen Anspielpunkt (üblicherweise eine der Roten aussen am breiten Ende des Packs) zu wählen; des weiteren muss man aufpassen, auf dem Rückweg vom Pack, welcher ggf. über drei Banden läuft, nicht an Blau oder gar an umherrollenden Roten hängen zu bleiben. Auch das klappt mittlerweile in den meisten Fällen ganz passabel. Speziell beim Anstoß kann man übrigens meines Erachtens sehr gut lernen, den effektiv nötigen Kraftaufwand einzuschätzen – es braucht gar nicht viel Kraft, um wieder an die Fußbande zu gelangen …

Wichtig, aber angesichts der Tendenz im modernen Snooker, offensiv und aggressiv zu spielen, oft unterschätzt ist das Safety-Spiel, also das sichere Ablegen des Spielballs beim Ausstieg aus einem Break. Auch das klappt mittlerweile recht gut und hängt in erster Linie vom Gefühl für Geschwindigkeit und Kraftaufwand, aber auch von der Orientierung auf dem Tisch ab. Speziell das Safety-Spiel kann durch ein »kaputtes« Bild massiv erschwert werden – in den meisten Fällen wird eine Safety so aussehen, dass man den Spielball über einen Objektball aus der Kopfhälfte des Tisches zurück hinter die »kleinen« Farben (Gelb, Grün, Braun) schickt, was naturgemäß schwierig ist, wenn diese nicht auf den Spots liegen. Gerade auf Anfängerlevel ist eine Safety oft eine gute Alternative zu einem schwierigen Ball, daher sollte man diese Option nicht abschätzig als defensives Spiel einstufen.

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